Sa, 18. November 2017

Lernfähiger „Henry“

22.05.2014 09:13

Wiener Haus der Barmherzigkeit testet Hilfsroboter

Fehlende Feuerlöscher, Hindernisse oder gestürzte Pflegepatienten: Zukünftig soll der Hilfsroboter "Henry" diese potenziellen Gefahrenquellen erkennen und melden. Ein internationales Team aus acht Partnern - darunter die Technische Universität Wien - entwickelt derzeit die passende Software, seine ersten Proberunden dreht Henry seit Mittwoch bereits im Wiener Haus der Barmherzigkeit.

Ziel ist es, Henry eine umfassende räumlich-zeitliche Wahrnehmung und ein eigenständiges Verständnis dieser Realität zu ermöglichen, wie bei der Präsentation des Projektes am Mittwoch in Wien erklärt wurde. Dazu sucht der Hilfsroboter mithilfe von dreidimensionalen Kameras und eines Lasers laufend seine Umgebung nach Veränderungen ab und versucht Regelmäßigkeiten daraus abzuleiten.

So kann er etwa Hindernisse durch Reinigungsarbeiten erkennen und ihnen ausweichen, einordnen, wann Türen geschlossen oder offen sein sollen, oder - wenn genug Erfahrungswerte zur Verfügung stehen - sogar gestürzte oder verirrte Personen auffinden.

Henry sammelt erste Erfahrungen
Diese Erfahrungen sammelt Henry im Haus der Barmherzigkeit in der Wiener Seeböckgasse. Zwei Wochen lang wird er dort autonom unterwegs sein, dabei immer wieder dieselben Stationen ansteuern und Veränderungen beobachten.

Das Zusammentreffen mit Bewohnern ist durchaus geplant und gewollt: Erkennt der Roboter, dass er längere Zeit angeschaut wird, fährt er auf die Person zu und stellt sich mittels Sprachausgabe vor.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Roboter
Offen ist derzeit allerdings noch, welche Aufgaben Roboter in der Pflegearbeit künftig übernehmen können. "Die Palette der Möglichkeiten reicht dabei von Sicherheitsaufgaben bis hin zu kleinen Transportdiensten. Konkrete Szenarien werden wir aber erst im Laufe des Projekts in Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal identifizieren," erklärte Christoph Gisinger, Institutsdirektor im Haus der Barmherzigkeit.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden