Mi, 22. November 2017

Loch in Scheibe

20.05.2014 16:06

Auf Wiener Straßenbahn geschossen - Trio flüchtig

Die Serie brutaler Angriffe auf Wiener Bim-Lenker und -Garnituren reißt nicht ab: So beschossen drei Jugendliche am Montag eine Garnitur der Linie 26 in Floridsdorf. Womit, ist unklar, die Täter sind flüchtig. Aufgeschreckt durch einen Knall und eine zerborstene Scheibe zogen Fahrgäste die Notbremse und strömten verängstigt ins Freie. Zurück bleibt ein faustgroßes, kreisrundes Loch in der Straßenbahn.

"Projektil einer Schusswaffe haben wir keines gefunden. Vermutlich wurden Steine verwendet", so Polizeisprecher Roman Hahslinger. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die drei Täter tauchten im Dunkel der Nacht unter. Der Zug wurde eingezogen. Die Wiener Linien beziffern den Schaden auf "mehrere Hundert Euro". Kein Einzelfall.

Wie berichtet, hatte im April ein 20-Jähriger mit einer Gaspistole auf eine herannahende Garnitur der Straßenbahnlinie 6 gefeuert. Ein Großaufgebot der Exekutive konnte den Mann am Matzleinsdorfer Platz stoppen und festnehmen.

Geschlossene Fahrerkabinen und Begleitschutz?
Bereits in den Monaten zuvor waren mehrere Bim-Lenker teils mit Messern attackiert und verletzt worden. Folge: ein Aufschrei der Gewerkschaft sowie ein Streik zur Morgenspitze. Die Verkehrsbetriebe wollen geschlossene Fahrerkabinen in sämtlichen Zügen, doch die Umstellung dauert Jahre.

BZÖ-Wien-Chef Dietmar Schwingenschrot fordert einen Öffi-Begleitschutz in den Nachtstunden analog den "Air Marshalls" im Flugverkehr. Wer soll das bezahlen? "Die Wiener Linien."

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