Sa, 21. Oktober 2017

Fische starben

19.05.2014 08:42

Ktn: Zugeschüttetes Biotop entzweit ganze Gemeinde

Für die einen war es nur ein "stinkendes Loch", für die anderen ein Naturjuwel mit schützenswerten Fischarten: In Krumpendorf in Kärnten tobt ein Streit um ein Biotop, das die Gemeinde zuschütten hat lassen. Fische sollen dabei qualvoll verendet sein. Das Land ließ die Arbeiten stoppen. Der Teich soll jetzt wiederhergestellt werden.

"Es war grausam! Die Fische haben sie am Boden verrecken lassen. Molche und Olme haben sie einfach zugeschüttet. Zum Glück habe ich ein paar einsammeln können. Sie leben jetzt in meinem Biotop", erzählt ein Anrainer über die Arbeiten, die am 6. Mai in einer öffentlichen Parkanlage nahe des Parkbades durchgeführt worden sind, und legt Bilder vor, die die Tierquälerei dokumentieren sollen.

"War ja nur ein Folienteich"
Bürgermeister Peter Nemec ortet eine Verleumdung. Es gebe einen Gemeinderatsbeschluss für die Beseitigung des Biotopes: "Es war ja nur ein Folienteich." Von einem Skandal könne keine Rede sein. "Offenbar sind meine Gegner schon im Wahlkampf."

Behörde: Biotop muss wiederhergestellt werden
Dennoch ist die Naturschutzabteilung des Landes eingeschritten. Es seien seltene Tier- und Pflanzenarten "nachhaltig beeinträchtigt und vernichtet" worden, heißt es in einer Stellungnahme. "Ich will niemandem eine böse Absicht unterstellen, aber man hätte das wohl anders angehen können", so Landesrat Rolf Holub. Laut Behörde müsse das Biotop wiederhergestellt werden.

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