Fr, 24. November 2017

Maue Aussichten

14.05.2014 11:57

Sony bleibt trotz PS4-Erfolgs in den roten Zahlen

Sony schreibt weiter rote Zahlen. Im Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr verzeichnete der japanische Elektronikriese einen Nettoverlust von 128,4 Milliarden Yen (915,5 Millionen Euro), wie Sony am Mittwoch mitteilte. Auch für das laufende Geschäftsjahr kündigte der Konzern einen voraussichtlichen Verlust von rund 50 Milliarden Yen an.

Sony begründete die Verluste zwischen April 2013 und März 2014 mit dem Abschied von der Computerproduktion, der wenig einträglichen Fernsehsparte und schmerzvollen Umstrukturierungen. "Dieses Mal ist der Unterschied, dass wir ganze Geschäftsfelder komplett aufgeben", kündigte Finanzchef Kenichiro Yoshida am Mittwoch an. Sony hatte bereits mitgeteilt, sich von der verlustbringenden PC-Sparte unter der Marke Vaio zu trennen.

Auf der anderen Seite sorgten die erfolgreiche PlayStation 4, die hohe Nachfrage nach Sony-Smartphones und der schwache Yen für ein Umsatzplus von 14,3 Prozent auf umgerechnet 57,5 Milliarden Euro. Seit der Markteinführung der PlayStation 4 Mitte November wurden mehr als sieben Millionen Exemplare der Konsole verkauft.

Bosse verzichten auf Boni
Erst am Dienstag hatte Sony angekündigt, wegen der anhaltenden Verluste zum dritten Mal in Folge auf Bonus-Zahlungen zu verzichten (siehe Infobox). Sony, einst weltweiter König der Unterhaltungselektronik, schreibt seit Jahren rote Zahlen. Die Ratingagentur Moody's stuft die Kreditwürdigkeit des Unternehmens aktuell auf Ramsch-Niveau ein.

Konzernpräsident Kazuo Hirai hat einen umfassenden Konzernumbau eingeleitet, der unter anderem die Streichung von 5.000 Arbeitsplätzen vorsieht. Die PC-Sparte mit der Marke Vaio wird an einen japanischen Fonds verkauft. Die problematische Fernsehsparte, die kaum Gewinn einbringt und unter starker Konkurrenz leidet, will der Firmenpräsident aber erhalten.

Sony setzt verstärkt auf Smartphones
Vor allem der Verkauf von Smartphones soll dagegen kräftig angekurbelt werden. Sony will in dem bis März 2015 laufenden Geschäftsjahr 50 Millionen Smartphones verkaufen. Das sind fast elf Millionen mehr als im Vorjahr. Das Geschäft mit Spielkonsolen werde dagegen voraussichtlich schwächer ausfallen.

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