Do, 23. November 2017

DiTech-Insolvenz

12.05.2014 15:43

Gläubigern droht Totalausfall ihrer Forderungen

Den 522 Gläubigern des insolventen Computerhändlers DiTech droht ein kompletter Ausfall ihrer angemeldeten Forderungen in Höhe von 36,9 Millionen Euro. "Nach wie vor sind die Quotenaussichten der Gläubiger als desaströs zu qualifizieren", so der Kreditschutzverband KSV am Montagnachmittag in einer Aussendung.

"Der Masseverwalter hat angezeigt, dass die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um die Masseforderungen zu erfüllen (Masseunzulänglichkeit)", heißt es in einer Bekanntmachung des Insolvenzverwalters in der Ediktedatei vom 5. Mai. Derzeit reicht damit das Massevermögen nicht aus, die seit Verfahrenseröffnung aufgelaufenen Masseforderungen zu befriedigen.

"Beträchtliche Kosten angefallen"
Seit der Anfang April beschlossenen Schließung von DiTech wurden der größte Teil des Warenlagers verkauft und die 22 Filialstandorte - mit Ausnahme der Zentrale - geschlossen. Aufgrund der großen Zahl von Beschäftigten sowie der hohen monatlichen Belastungen aus Mietforderungen für die Filialstandorte seien beträchtliche Kosten im Verlauf der Liquidation des Unternehmens angefallen, schreiben die Kreditschützer in ihrer Mitteilung. "Diese Kosten können aus heutiger Sicht nicht zur Gänze durch die erzielten Abverkaufserlöse aufgefangen werden."

"Gläubigern droht Totalausfall ihrer Forderungen"
Nach Ende des Abverkaufes will der Insolvenzverwalter prüfen, ob Anfechtungsansprüche oder Schadenersatzansprüche gegen Dritte bestehen. Wenn es dem Masseverwalter gelingen sollte, über diesen Weg weitere Mittel für die Masse zu lukrieren, wird es zu einer geringen Quotenzuteilung an die Gläubiger kommen können - im unteren einstelligen Prozentbereich, erwartet der KSV. "Im gegenteiligen Fall droht sämtlichen Gläubigern ein Totalausfall ihrer Forderungen."

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