Di, 21. November 2017

Panne in Salzburg

12.05.2014 11:21

Deutsch-Matura irrtümlich 50 Min. zu früh beendet

Nicht nur bei der Zentralmatura hat es heuer Pannen gegeben, sondern auch bei der Matura nach bisherigem Muster: Im Akademischen Gymnasium in der Stadt Salzburg wurde die Deutsch-Matura in der Vorwoche um 50 Minuten zu früh beendet. Der Lehrer hatte sich in der Zeit geirrt. Die Arbeit wird am Dienstag wiederholt. "Es soll die bessere Note zählen", sagte Direktor Klaus Schneider.

Der Direktor gab am Montag zu, dass der Lehrer die schriftliche Reifeprüfung der Klasse 8b zu früh abgebrochen habe. Die Schüler hätten den Irrtum gar nicht bemerkt, sagte Schneider. Er sei überrascht gewesen, als der betreffende Lehrer am Montag so zeitig mit den Arbeiten aus der Klasse zurückgekehrt war. Da habe man dann den peinlichen Fauxpas bemerkt. Für diese reguläre Deutsch-Matura hätte den Schülern ein Zeitpensum von insgesamt 300 Minuten zur Verfügung stehen müssen.

Direktor: "Habe mich vor der Klasse entschuldigt"
Die Schüler seien von der Panne zwei Tage später nach der Mathematik-Matura informiert worden, schilderte der Direktor. Er habe sie nicht schon vor der Mathematik-Arbeit verunsichern oder aufregen wollen. "Die Aufregung war dann groß. Ich habe mich vor der Klasse für den Fehler entschuldigt."

Die Schule habe den Landesschulrat zwecks Lösung des Problems kontaktiert. Nun werde die Deutsch-Matura am Dienstag mit einer neuen Themenstellung wiederholt. Es bleibe auch noch genug Zeit zum Lernen für die mündliche Reifeprüfung. "Wir haben einen späten Termin."

Dienstrechtsabteilung prüft
Der Fehler habe nichts mit der Zentralmatura zu tun, "dafür sind wir allein verantwortlich", betonte der Direktor. Schneider rechnet nicht mit disziplinären Konsequenzen für den lang gedienten Deutschlehrer. Von der Dienstrechtsabteilung werde nun routinemäßig geprüft, ob ein dienstrechtliches Vergehen seitens des Lehrers vorliegt, erklärte der Leiter der Präsidialabteilung des Salzburger Landesschulrates, Markus Leitner. "Unser primäres Ziel war es, dass alles zum guten Abwickeln der Matura und zum Wohl der Schüler funktioniert."

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