Di, 21. November 2017

Umstände unklar

06.05.2014 17:16

Wien: Graffiti-Sprayer lebensgefährlich verletzt

Ein 28-jähriger Graffiti-Sprayer ist Ende April nach seiner Festnahme durch die Polizei mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital eingeliefert worden. Die genauen Umstände, wie es zu den schweren Kopfverletzungen kam, sind Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Der Mann war von Mitarbeitern der Wiener Linien ertappt worden, als er am Bahnhof Hütteldorf im Bezirk Penzing Graffitis anbrachte.

Wie die Polizei am Dienstag bekannt gab, kam es zu dem Zwischenfall bereits am 24. April. Mitarbeiter der Wiener Linien hielten den Mann bis zum Eintreffen der Exekutive fest, ein zweiter flüchtete. Der 28-Jährige wurde ins Wachzimmer gebracht und erst danach mit einer schweren Kopfwunde ins Spital eingeliefert.

Der Verletzte habe bei seiner Einvernahme angegeben, er sei durch einen Stein verletzt worden, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Die Wiener-Linien-Mitarbeiter betonen, der Mann habe versucht davonzulaufen, sei zwei Mal gestürzt und habe sich dabei verletzt. Einen Steinwurf stellten sie in Abrede.

Mit Kopf auf Schiene gefallen?
Der 28-Jährige wies auch Verletzungen an Knien und Händen auf. Die Wunde am Kopf könnte zu einem Sturz auf eine der Schrauben passen, mit denen die Schienen fixiert sind, hieß es im vorläufigen Polizeibericht. Der Sprecher der Wiener Linien, Answer Lang, hielt fest, dass laut Aussagen der behandelnden Ärzte der Abdruck einer solchen Schraube klar erkennbar gewesen sei.

Die Wunde am Kopf soll an Ort und Stelle und im Dunkeln - die Festnahme erfolgte gegen 2 Uhr - nicht so dramatisch ausgesehen haben: Der 28-Jährige lehnte laut Polizei selbst ab, dass die Rettung gerufen werde. Zudem habe er sich kooperativ gezeigt und zunächst verständliche Angaben gemacht.

28-Jähriger befindet sich in künstlichem Tiefschlaf
Erst auf der Polizeiinspektion während der Einvernahme habe sich sein Zustand so offensichtlich verschlechtert, dass ein Transport ins Wilhelminenspital veranlasst wurde. Dort wurde ein Schädelbasisbruch festgestellt, die stationäre Aufnahme erfolgte kurz vor 5 Uhr. Später wurde der Patient auf eine Spezialstation in der Rudolfstiftung verlegt. Er ist operiert worden und befindet sich seither im künstlichen Tiefschlaf und in Lebensgefahr, sagte Keiblinger.

Der durch die Graffiti-Schmierereien verursachte Schaden liegt laut Polizei bei rund 10.000 Euro. Der zweite Täter sei über die Kabeltrasse geflohen und entkommen.

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