Mi, 22. November 2017

Skispringen

06.05.2014 12:54

Kuttin setzt auf „Easy Working“ und „Nullung“

Nach dem Trainerwechsel bei den Skispringern des ÖSV stehen die Zeichen auf Neustart. Herren-Cheftrainer Heinz Kuttin hat am Dienstag den Schwerpunkt "Easy Working" angekündigt und von einer "Nullung" der Athleten gesprochen.

Auch wenn das Wort Neustart bei der Präsentation des neuen Trainerteams nicht gefallen ist, verhieß der Herren-Chefcoach doch eine neue Euphorie und neuen Schwung. Den Beginn seiner Tätigkeit bildete eine Bestandsaufnahme, bei der es vor allem Gespräche mit den Sportlern und Trainern gab. "Ich habe in den vergangenen Wochen mehr zugehört als gesprochen. Das war ein wichtiger Part", sagte der Kärntner. Jetzt gehe es darum, einen neuen Stil zu formen. Für ihn selbst liege die Latte nach Alexander Pointner sehr hoch, er wolle daher seine nächsten Schritte nicht nur nach Erfolgen messen. Wichtig sei im Team auch die Freude an der Arbeit, und die habe in den vergangenen Jahren etwas abgenommen.

Schlierenzauer "voll motiviert"
Es gab auch schon ein Gespräch des neuen Chefs mit Gregor Schlierenzauer. "Wir haben das letzte Jahr und auch die Zeit davor analysiert. Das war sehr interessant." Danach sei schon wieder "stark über die Zukunft gesprochen" worden, "er ist schon wieder voller Euphorie und voll motiviert". Das Gespräch mit Thomas Morgenstern ist noch am Dienstag geplant. Dem dreifachen Olympiasieger habe man nach Sotschi Zeit gelassen, sich selbst zu sortieren und Privatmensch zu sein. "Aber ich bin zuversichtlich, dass er sobald wie möglich wieder auf der Bühne zurück ist", erklärte Kuttin.

"Nicht im Detail verlieren"
Als neue Marschroute gab Kuttin die Devise "Easy Working" aus. "Skispringen ist so kompliziert, da darf man sich nicht im Detail verlieren." Daher wolle er bei jedem Springer eine "Nullung" erreichen. "Es wird heuer wieder neue Regeln, wieder neues Material geben, da sollen alle bei Null beginnen, sich neu aufstellen und auf die neue Saison hinarbeiten." Angesprochen auf mögliche Zerfallserscheinungen im Team - etwa mit dem geäußerten Wunsch nach einen "Team im Team" -, sagte Kuttin: Wenn in der Mannschaft wieder Euphorie herrsche, sollten sich solche Fragen gar nicht mehr stellen.

Das Betreuerteam wird Kuttin großteils von Pointner übernehmen: Andreas Wildhölzl bleibt Co-Trainer, und auch Alexander Diess gehört weiter dem Team an, er wird sich künftig vor allem der Trainingssteuerung und Planung widmen. Neu bei den Herren ist der bisherige Damen-Chef Harald Rodlauer.

Vettori: "Mit viel Elan in die Vorbereitung"
Ernst Vettori, der sportliche Leiter für Skispringen und Nordische Kombination im ÖSV, hält sich mit Zielvorgaben für die kommende Saison noch zurück. "Jetzt wollen wir mit viel Elan in die Vorbereitung gehen und beim Sommer-Grand-Prix vorne mitspringen." Die Ziele für die neue Saision würden dann im Herbst formuliert.

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