Mo, 20. November 2017

Flucht vor Polizei

02.05.2014 16:53

Raser kracht mit rund 200 km/h gegen Leitschiene

Diese Reise mit ihrem Sohn wird eine 68-jährige Französin wohl nie vergessen. Denn der 29-Jährige lieferte sich am Donnerstag auf der Westautobahn bei Wels in Oberösterreich eine halsbrecherische Verfolgungsjagd mit der Polizei. Die Amokfahrt endete schließlich an einer Leitschiene, die Mutter kam verletzt ins Krankenhaus.

Alexandre R. (29) aus Groslay in Frankreich hatte bereits am Vormittag auf der A4 eine Ersatzmaut von 120 Euro geblecht, weil er keine Vignette hatte. Am Nachmittag rauschte der gebürtige Marokkaner dann auf der A1 bei Wels mit seinem giftgrünen, 200 PS starken Alfa Romeo Brera mit stark überhöhter Geschwindigkeit an einer Funkstreife vorbei.

"Wir haben eine ganz normale Streifenfahrt auf der A1 gemacht, auf einmal ist der Franzose mit einem Affentempo direkt an uns vorbeigepfiffen", berichtet ein Autobahnpolizist. Die Ordnungshüter stiegen daraufhin selbst aufs Gas und nahmen mit ihrem VW Sharan die Verfolgung auf. Davon ließ sich der Franzose jedoch nicht beeindrucken. Vielmehr drückte er weiter aufs Gaspedal, fuhr auf die A8 auf und rauschte mit 180 bis 200 km/h den Beamten davon.

Rasante Flucht endete an Leitschiene
Bei der Ausfahrt Wels-West bog Alexandre R. - ohne abzubremsen - mit sehr hoher Geschwindigkeit in die Auffahrt ein. Eine scharfe Rechtskurve wurde dort dem Flüchtenden zum Verhängnis: Der Alfa stieß frontal gegen die linke Leitplanke. Der Wagen demolierte auf einer Länge von 34 Metern die Leitschiene und blieb nach weiteren 150 Metern quer über den Fahrstreifen der B1 schwer beschädigt und mit völlig zerfetzten Reifen liegen.

Mutter Zarah O. (68), die am Beifahrersitz saß, erlitt leichte Verletzungen an der linken Hand und wurde von der Rettung ins örtliche Klinikum eingeliefert. Ihr Sohn überstand den Unfall unverletzt.

Verblüffend: Der 29-Jährige musste nicht einmal seinen Führerschein abgeben, die Behörde begnügte sich mit der Einhebung einer Sicherheitsleistung von 400 Euro für die Geschwindigkeitsübertretung. Seine rasante Fahrt begründete der Lenker übrigens wie folgt: Er habe zuerst geglaubt, nicht mehr in Österreich zu sein und wollte dann flüchten, um eine zweite Strafe zu vermeiden.

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