Sa, 25. November 2017

U-Haft beantragt

02.05.2014 10:05

U-Bahn-Schubser: Wirre Aussagen bei Einvernahme

Jener 46-Jährige, der am Mittwochabend einen russischen Familienvater vor die U-Bahn in der Station Neubaugasse in Wien stoßen wollte, hat bei seiner Einvernahme wirre Aussagen gemacht. Der 29-Jährige hatte gerade noch ausweichen und so Schlimmeres verhindern können. Wie Polizeisprecherin Adina Mircioane am Freitag mitteilte, wurde für den 46-Jährigen U-Haft beantragt.

Der aus Russland stammende Tourist wartete gegen 20.50 Uhr gemeinsam mit seiner Familie auf den nächsten Zug. Als die U-Bahn einfuhr, versuchte der 46-jährige Boyamo H. dann plötzlich, den 29-Jährigen auf die Gleise zu stoßen.

Der Mann geriet daraufhin ins Taumeln und konnte gerade noch einen Sturz verhindern. Das Handy des Russen fiel auf die Gleise und wurde zerstört. Der Verdächtige versuchte indes, zu flüchten. Zeugen konnten den Mann jedoch bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Er wurde festgenommen.

Völlig wirre Aussagen bei Einvernahme
"Bei der Befragung hat er angegeben, dass er sich nur die Schuhbänder schnüren wollte und dabei nach vorne gekippt sei. Die Polizisten haben dann aber gesehen, dass er zum Tatzeitpunkt Sandalen getragen hat", schilderte Mircioane am Donnerstag.

Später wurden seine Aussagen bei der Einvernahme sogar noch wirrer: Die Familie hätte ihn gebeten, sie vor die U-Bahn zu stoßen, da alle vier Selbstmord begehen wollten, ebenso wie er selbst. Danach verweigerte der 46-Jährige eine weitere Stellungnahme.

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