Do, 14. Dezember 2017

Schütze unbekannt

30.04.2014 12:17

Erneut junger Mann in Wien angeschossen

Erneut ist ein junger Mann im Wiener Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus von Unbekannten angeschossen und schwer verletzt worden. Das 22-jährige Opfer erlitt in der Nacht auf Mittwoch einen sogenannten Schussbruch an der rechten Hand. Der Verletzte ging noch zu seiner Freundin nach Hause, die die Rettung alarmierte. Erst am Samstagabend waren drei Teenager mit Steck- bzw. Durchschüssen in Spitäler eingeliefert worden - ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht, ist bislang allerdings unklar.

Nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus wurde das Opfer des jüngsten Vorfalls sofort operiert. Eine detailliertere Befragung des 22-Jährigen steht noch aus. Bislang gab der junge Mann lediglich an, dass er in der Nacht gegen 0.45 Uhr "einfach auf der Straße gegangen" sei, als er einen lauten Knall gehört und ein Brennen am Arm gespürt habe.

Die Verletzung dürfte ihm im Bereich der Schanzstraße zugefügt worden sein, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Der Verletzte konnte allerdings keine genauen Angaben machen, und die Ermittler haben bisher am mutmaßlichen Tatort keine Spuren gefunden. Das Projektil ist zersplittert, wodurch nicht nur die Elle am rechten Arm des Opfers brach, sondern auch die Hand schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sei, so Keiblinger.

Tatorte liegen nur wenige Minuten voneinander entfernt
Die Polizei habe derzeit keine Hinweise, dass ein Zusammenhang mit dem Schussattentat auf drei Jugendliche (16, 17 und 18) in der Nähe des Vogelweidparks in Fünfhaus bestehe, hieß es. Die Schanzstraße liegt nur wenige Gehminuten von diesem Tatort entfernt.

Die drei jungen Männer waren am Samstagabend mit Steck- bzw. Durchschüssen in Spitäler gekommen. Der ihnen unbekannte Schütze sei ihnen gemeinsam mit zwei weiteren Unbekannten zufällig über den Weg gelaufen und habe aus heiterem Himmel geschossen, lauteten ihre bisherigen Angaben.

Streit unter Bandenmitgliedern
Eine genauere Personenbeschreibung des oder der Schützen konnten oder wollten die Opfer nicht abgeben. Offenbar, weil sie sich selbst nicht belasten wollten. Laut ersten Erhebungen dürfte sich die Tat nämlich im Milieu einer tschetschenischen Räuberbande abspielen, die Nacht für Nacht die Straßen Wiens unsicher machte.

Alle drei befanden sich am Mittwoch laut Polizeisprecherin Adina Mircioane noch in Spitalsbehandlung, weitere Befragungen seien geplant. Die Auswertung von Überwachungsvideos zeige drei noch nicht identifizierte Personen, von denen eine der Schütze sein dürfte. Als Täter ausgeforscht worden sei in diesem Fall aber noch niemand.

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