Mi, 22. November 2017

Wollte Frau helfen

29.04.2014 16:41

Erneut Straßenbahnfahrer in Wien angegriffen

Am Wochenende ist es in zwei Wiener Straßenbahnen erneut zu gewalttätigen Zwischenfällen gekommen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war am Samstag ein Fahrer der Linie 49 mit einem Faustschlag am Kopf verletzt worden, als er einen Streit zwischen einem Pärchen schlichten wollte. In einem Wagen der Linie 60 wurde ein Schuss aus einer Softgun abgegeben.

Zu dem Vorfall in der Linie 49 war es am Samstagnachmittag im Bezirk Neubau gekommen. Der Fahrer habe der bedrängten Partnerin des mutmaßlichen Täters zu Hilfe kommen wollen. Dabei versetzte ihm der Mann einen Schlag und flüchtete. Er wurde aber telefonisch ausgeforscht und in Polizeigewahrsam genommen. Wegen diesem und weiterer Fälle von Körperverletzung sei Haft beantragt worden. Der Fahrer wurde mit der Rettung ins Spital gebracht, aber nach ambulanter Behandlung wieder entlassen.

Schuss aus Softgun in Straßenbahn abgegeben
Am Sonntagabend wurde dann zwar kein weiterer Öffi-Mitarbeiter, aber ein Fahrgast verletzt. In der Linie 60 kam es zu einer zunächst verbalen Auseinandersetzung zwischen drei Fahrgästen. Die Personen stiegen in Hietzing an der Haltestelle Sillerplatz ein und gerieten aus unbekannter Ursache in Streit.

Zwei der Männer griffen den dritten tätlich an, wobei einer auch einen Schuss aus einer Softgun abgab. Das Opfer wurde leicht am Unterarm verletzt. Die beiden Verdächtigen wurden kurze Zeit später von der Polizei gefasst und wegen Körperverletzung und Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz festgenommen. Gegen einen der beiden bestand bereits ein Waffenverbot.

Öffi-Mitarbeiter fordern bessere Sicherheitsvorkehrungen
Die Wiener Linien hatten wegen der gehäuften Angriffe auf das Öffi-Personal erst am vergangenen Mittwoch zu Dienstbeginn Betriebsversammlungen abgehalten. Das Fahrpersonal wollte nach mehreren Übergriffen auf Mitarbeiter bessere Sicherheitsvorkehrungen in den Fahrzeugen erwirken. Als Sofortmaßnahme wurden tragbare "Pocketalarme" an einen Teil der Mitarbeiter verteilt, die in Gefahrensituationen aktiviert werden können und so Übergriffe verhindern helfen sollen.

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