So, 17. Dezember 2017

ÖVP streut ihm Rosen

28.04.2014 13:13

Kommissar Hahn sieht "Signale" für zweite Amtszeit

Die EU-Parlamentswahl naht und so mancher EU-Kommissar macht sich Gedanken über seine EU-politische Zukunft. EU-Regionalkommissar Johannes Hahn schielt nicht nur mit einem Auge auf eine weitere Tätigkeit als Kommissar. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl am Montag in Wien erklärte Hahn, er bekomme "Signale" für eine zweite Amtszeit. Innerhalb der ÖVP streut man ihm auf jeden Fall Rosen.

Wen Österreich in die EU-Kommission schickt, ist freilich noch nicht entschieden. Der Grund für die Zurückhaltung sei, dass sich zuerst der neue Kommissionspräsident Gedanken über sein Team mache müsse, erklärte Leitl. Es gebe in der ÖVP aber niemanden, der sich nicht anerkennend zur Leistung des österreichischen Kommissars in Brüssel äußere. Zum ÖVP-Spitzenkandidaten für die EU-Wahl, Othmar Karas, sagte Leitl, dass die Aufgabenverteilung Karas-Hahn eine sehr positive sei.

Leitl: "Jeder österreichische Euro kommt dreifach zurück"
Der Erfolg der EU ist für Leitl jedenfalls unbestritten: "Jeder Euro, den Österreich netto zahlt, kommt dreifach zurück", sagte der WKÖ-Präsident. Die Exporte hätten sich seit dem Beitritt Österreich 1995 verdreifacht, unterstrich Leitl. Die heimischen Firmen hätten sich "einen tollen Markt geschaffen" und die gemeinsame Währung schaffe Sicherheit für Investitionen.

Die "Achillesferse" ist für Hahn die massive Abhängigkeit von russischem Gas. Im Konflikt mit der Ukraine brauche es eine "Abrüstung der Worte". Auch Russland müsse daran ein Interesse haben. Mit Flüssiggas und Leitungen, durch die man Gas auch in die andere Richtung schicken kann, arbeite man daran, die Abhängigkeit zu reduzieren.

Hahn zur Standortdebatte: "voestalpine bleibt eh da"
Zur derzeit laufenden Standortdebatte - ausgelöst von voestalpine-Chef Wolfgang Eder, der den Standort Linz infrage stellte - meinte Hahn: "Er bleibt eh da." Eder werde nach wie vor seine Stahlwerke nah am Kunden, also in Europa, brauchen. Leitl hingegen will es als "Weckruf" verstanden wissen, um darüber nachzudenken, was man besser machen könnte. Ihm schwebe da eine Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmensgewinnen vor. Das würde die Kaufkraft stärken, Leistung belohnen und den Erfolg gerecht verteilen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden