Fr, 24. November 2017

3 Monate im Amt

25.04.2014 09:28

Microsoft: Weniger Gewinn unter Satya Nadella

Nach seinem ersten Quartal an der Spitze von Microsoft muss sich der neue Konzernchef Satya Nadella mit einem gesunkenen Gewinn zufriedengeben. Von Jänner bis März verdiente der Windows-Hersteller unterm Strich knapp 5,7 Milliarden Dollar (4,1 Milliarden Euro) und damit sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte nahezu bei 20,4 Milliarden Dollar.

Nadella zeigte sich aber zufrieden mit dem Abschneiden nach seinem ersten Quartal. "Wir machen gute Fortschritte bei unseren Angeboten für Verbraucher wie Bing und Office 365 Home. Und unsere Firmenkunden nehmen unsere Cloud-Lösungen an", erklärte er am Firmensitz in Redmond.

Der neue Microsoft-Chef hat die Devise "mobile first, cloud first" ausgegeben. Daten und Anwendungen sollen über das Netz von jedem Gerät aus erreichbar sein - auch von solchen, die von der Konkurrenz stammen. Ihm ist vor allem wichtig, dass die im Hintergrund ablaufenden Internetdienste über die riesigen Rechenzentren von Microsoft laufen.

Die Strategie scheint aufzugehen: Das sogenannte Cloud-Geschäft mit der Plattform Azure wuchs um 150 Prozent. Auch die Cloud-Bürosoftware Office 365 verkaufte sich blendend. "Wir gewinnen Marktanteile hinzu", erklärte der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Kevin Turner. Office 365 zog im vergangenen Quartal eine Million neue Kunden an. Als symbolträchtigen Schritt hatte Nadella das Office-Paket jüngst auch für Apples iPad verfügbar gemacht.

Windows-Verkäufe zogen an
Nadella will Microsoft mit dem Cloud-Geschäft unabhängiger vom geschrumpften PC-Geschäft und dem Betriebssystem Windows machen. Zuletzt mehrten sich allerdings die Anzeichen, dass die Talsohle hier erreicht sein könnte. Microsoft selbst berichtete von gestiegen Verkäufen besonders im Firmenkunden-Geschäft. Viele Unternehmen müssen ihre alten XP-Computer austauschen, da der reguläre Service für das alte Betriebssystem abgelaufen ist. Gleichzeitig stieg auch der Windows-Absatz im Privatkunden-Geschäft.

Nadella krempelt Microsofts Strategie bereits um
In den wenigen Monaten seit seiner Ernennung zum Microsoft-Chef hat Nadella bereits mit einigen Traditionen des Redmonder Softwaregiganten gebrochen. Als eine seiner ersten Amtshandlungen kündigte er an, Windows 8 und Windows Phone für eine ganze Reihe von Geräten mit kleinen Displays gratis anzubieten (siehe Infobox).

Der Schritt ist als direkter Angriff auf Googles Mobilbetriebssystem-Platzhirsch Android zu werten. Auch Android wird den Hardwareherstellern kostenlos zur Verfügung gestellt, was wesentlich zur rasanten Verbreitung des Betriebssystems beigetragen haben dürfte.

Die alte Microsoft-Führung hatte es nicht geschafft, die Vorherrschaft des iPhones von Apple und von Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android zu brechen. Noch immer fristet das eigene System Windows Phone ein Nischendasein, wenngleich die Marktanteile steigen.

Der Umsatz im Geschäft mit dem Microsoft-Tablet Surface legte im vergangenen Quartal um 50 Prozent auf 500 Millionen Dollar zur. Im Spielegeschäft verkauften die Redmonder 1,2 Millionen Geräte ihrer neuen Konsole Xbox One und weitere 800.000 Einheiten des Vorgängermodells Xbox 360.

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