Mi, 18. Oktober 2017

Drei Leben gerettet

25.04.2014 08:46

Teil der Familie: Rehe mit Flascherl großgezogen

Sie wogen jeweils 1,6 Kilogramm, die Nabelschnur war noch dran: So fand Familie Kurz vor ihrer Haustüre in Fürstenbrunn im Mai 2013 zwei Rehbabys. Mit Ziegenmilch wurden sie großgezogen, auch ein weiteres Kitz, das beim Hochwasser verletzt wurde. Die drei zahmen Rehe gehören nun zur Familie.

Markus und Simone Kurz haben sich ein neues Verkehrsschild machen lassen: "Achtung, freilaufende Rehe, bitte Hunde an die Leine." "Denn unsere Rehe haben keine Angst vor Hunden, weil sie mit ihnen ja aufgewachsen sind", lacht Simone Kurz. So müssen sich der Weimaraner "Elvis" und "Django", der Westfalen-Terrier, eher vor den Rehen in Acht nehmen als umgekehrt: "Weil sie Haus und Umgebung als ihr Revier betrachten."

Mutter vermutlich überfahren
Es war im Mai 2013, als Familie Kurz ein erbärmliches Schreien vernahm, direkt vom Bach neben ihrem Haus an der Untersberg-Abfahrt: "Die Rehbabys waren erst einen Tag alt, hatten die Nabelschnur noch dran. Ihre Mutter ist wahrscheinlich überfahren worden", erzählt Simone Kurz: "Das Wetter war schlecht, also haben wir sie im Bad einquartiert."

Kater kümmerte sich um die Rehkitze
Jeden zweiten Tag ist die neue "Rehmutter" mit dem Auto nach Glasenbach gefahren, um dort von einem Bauernhof Geißmilch zu holen: "Damit haben wir sie aufgepäppelt. In die Küche und ins Bad kommen die beiden heute noch ungefragt." "Bino", der Englisch-Kurzhaar-Kater, war anfangs größer als die Rehkitze. Er hat sie abgeleckt, als ob es seine Jungen wären.

"Sie können laufen, wohin sie wollen"
Kurz danach kam noch ein Reh dazu: "Liesl" hatte man im Pinzgau gefunden, beim Hochwasser hatte sich das Reh einen Vorderlauf gebrochen: Nach einigen Wochen im Salzburger Tiergarten übersiedelte Liesl nach Fürstenbrunn, wo Dominik, Larissa und Alena natürlich wissen, womit sie das Reh-Trio locken können: mit Trauben, Gurken und vor allem frischen Weidentrieben. Jüngster Lieblingsplatz der Rehe ist unter dem Trampolin im Schatten: "Doch sie können laufen, wohin sie wollen", sagt Simone Kurz: "Denn es gibt keinen Zaun rundherum."

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