Fr, 15. Dezember 2017

Rettung in NÖ

24.04.2014 08:49

Gequälte Rinder auf Gut Aiderbichl gebracht

Ein Happy End hat es am späten Mittwochnachmittag für fünf gequälte Rinder aus dem Bezirk Waidhofen an der Thaya gegeben. Die Tiere waren vergangene Woche in einer Stallung mit tief ins Fleisch eingewachsenen Ketten in verwahrlosten Zuständen aufgefunden worden und hätten laut Verein gegen Tierfabriken (VGT) notgeschlachtet werden sollen. Nun wurden sie auf Gut Aiderbichl Kilb gebracht.

"Die fünf Tiere kommen zu uns. Der Anhänger ist bereits unterwegs. Wir haben schon für sie einen Platz vorbereitet", sagte Gut Aiderbichl-Gründer Michael Aufhauser. Nach der Ankunft werde man schauen, ob die eingewachsenen Ketten noch im Laufe des Abends rausoperiert werden könnten. Im Tiergnadenhof in Kilb finden die Rinder nun bei rund 100 Artgenossen ein neues Zuhause, wo sie lebenslang versorgt werden.

Ketten bereits in die Haut eingewachsen
Der VGT berichtete in mehreren Aussendungen von den entsetzlichen Bedingungen, unter denen die Rinder im Waldviertel hausen mussten. Auf Bildern, die dem Verein zugespielt worden waren, war zu sehen, dass die Tiere inmitten von Kot, Urin und verfaulten Futterresten lebten. Zudem hatten sich durch die Daueranbindehaltung bereits die Ketten im Nacken der Rinder verwachsen. Dadurch waren blutende und eitrige Wunden entstanden. Der VGT erstattete daraufhin Anzeige bei der zuständigen Behörde.

"Rinder waren ohnehin schlachtreif"
"Der Missstand war zweifelsfrei da und wird behördlich verfolgt", sagte Martin Tschulik, Leiter der für Tierschutz zuständigen Fachabteilung des Landes. Allerdings habe der Amtstierarzt keine Notschlachtung angeordnet. Es sei vielmehr eine einvernehmliche Lösung mit dem Landwirt getroffen worden, der die Tiere hielt. "Es hat keine tierschutzrechtliche Notwendigkeit bestanden, die eine Beschlagnahme der Tiere gerechtfertigt hätte, da es sich bei diesen ohnehin um schlachtreife Rinder handelte", so Tschulik.

Aufgrund des Tätigwerdens des VGT sei die Abholung der Tiere zum Schlachthof allerdings ausgesetzt worden. Der zuständige Landesrat Maurice Androsch hatte eine Überprüfung veranlasst.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).