Fr, 15. Dezember 2017

"Kein Politiker da"

23.04.2014 11:22

Enttäuschter Ehrenhauser tourt nun durch Länder

Er ist zwar wegen einer Baustelle vom Ballhausplatz übersiedelt, aber der Kampf gegen die Hypo-Politik der Bundesregierung geht für den EU-Abgeordneten Martin Ehrenhauser weiter. Am Mittwoch kündigte er in einer Pressekonferenz an, er werde bis zum Wahltag keine einzige Nacht mehr in seinem eigenen Bett schlafen. Der Spitzenkandidat von "Europa anders" wird nun durch die Bundesländer touren, nachdem trotz der räumlichen Nähe kein einziges Mitglied der Regierung bei Ehrenhauser vorbeigeschaut hat.

"Kein Mensch ist vorbeigekommen", beklagte der Listenerste und meinte damit die Regierung. Selbst am Mittwoch beim Ministerrat bekam Ehrenhauser die Regierungsmitglieder nur vorbeifahrend in deren Dienstautos zu sehen. Damit ergab sich für ihn auch keine Gelegenheit, Ministern und Staatssekretärinnen die vorbereiteten Formulare für die Unterstützung seines Hypo-Haftungsboykott-Volksbegehrens in die Hand zu drücken.

Kanzleramt in "Europäischer Bankenverband" umgetauft
Selbst in der Hand hatte Ehrenhauser ein Schild im Design des Kanzleramts, mit dem er das Regierungsgebäude umtaufte. "Europäischer Bankenverband" sollte das Gebäude künftig heißen, ätzte Ehrenhauser und hielt die Tafel direkt unter das eigentliche Kanzleramtsschild.

Wähler sucht Ehrenhauser nunmehr in den Ländern. Sein Heimatbundesland Oberösterreich wird vom prominenten Straßenschläfer als erstes beehrt. Direkt vom Kanzleramt aus machte sich Ehrenhauser mit einem klapprigen Bus auf in Richtung Linz, wo er sich beim Neptunbrunnen niederlassen will.

Ehrenhauser: "Politik tut es gut, Straßenluft zu schnuppern"
Sonntag geht es dann zurück nach Wien, wo vor dem Parlament genächtigt wird, um am Montag vor dem Hohen Haus den offiziellen Wahlkampf-Auftakt zu inszenieren. Im Anschluss führt die "Europa anders"-Reise nach Graz. Sämtliche weitere Landeshauptstädte folgen bis zum Wahltag. Schaden werde ihm der Freiluft-Schlaf nicht, meinte Ehrenhauser. Es tue der Politik gut, wieder Straßenluft zu schnuppern.

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