Mi, 13. Dezember 2017

In Gerichtsgebäuden

22.04.2014 14:29

418 Schusswaffen bei Zutrittskontrollen abgenommen

Unfassbare 172.910 gefährliche Gegenstände wurden im Vorjahr bei Personenkontrollen an Österreichs Gerichten abgenommen. Mit dabei: 418 Schusswaffen und stolze 51.487 Hieb- und Stichwaffen. Tendenz erneut steigend, wie aus einem Bericht des Justizministeriums hervorgeht. Die Kontrollen werden weiter ausgebaut.

Eines vorweg: Nicht jeder, der mit einem gefährlichen Gegenstand an der Gerichtspforte erwischt wird, führt Böses im Schilde. Denn nicht nur Schusswaffen und Messer sind in der Statistik berücksichtigt, auch Nagelfeilen, Scheren und Schraubenzieher müssen abgegeben werden. Ausschließen darf man aber freilich nichts, wie Fälle in der Vergangenheit immer wieder tragisch vor Augen führten.

Neun von zehn Gerichten sind bereits ausgerüstet
Und das gilt nicht nur für Verhandlungen rund um "schwere Jungs" in den Landesgerichten. Denn oft sind es Sorgerechts- und Nachbarschaftsstreitigkeiten, bei denen die Emotionen leicht überkochen. Daher wurden in den vergangenen Jahren nach und nach auch die Bezirksgerichte mit Sicherheitsschleusen ausgestattet. "Heute gibt es doppelt so viele Gerichte mit Sicherheitskontrollen als noch 2008", so Justizminister Wolfgang Brandstetter. Neun von zehn Gerichten sind bereits ausgerüstet.

Jeder zweite Gegenstand in Wien einkassiert
Im Laufe der kommenden Jahre sollen die Kontrollen lückenlos sein. Bei den Abnahmen zeigen sich interessante Unterschiede in den Bundesländern. Während die mit Abstand meisten Messer in Wien (16.616) einkassiert wurden, versuchten 203 Niederösterreicher mit einer Schusswaffe ins Gericht zu gelangen. Am wenigsten Gegenstände wurden in Vorarlberg sichergestellt. Übrigens: Im Normalfall werden die Gegenstände beim Verlassen des Gebäudes wieder an die Besitzer retourniert.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden