Sa, 25. November 2017

Baukasten-Handy

30.09.2014 12:13

Project Ara soll Anfang 2015 erhältlich sein

Bereits Anfang 2015 soll Googles modulares Smartphone Project Ara im Handel erhältlich sein. Das geht aus einem Blogeintrag von Phonebloks hervor, jener niederländischen Designschmiede, von der das Konzept zu dem Baukasten-Mobiltelefon stammt. Ein funktionierender Prototyp soll demnach noch heuer gezeigt werden.

Dem Blogeintrag zufolge soll ein funktionstüchtiges Modell des modularen Smartphones im Dezember auf einer Entwicklerkonferenz von Phoneblok demonstriert werden. Das Gerät soll dann mit einer modifizierten Variante von Googles mobilem Android-Betriebssystem laufen, die aktuell noch unter dem Namen Android L kursiert und voraussichtlich in den kommenden Wochen veröffentlicht wird.

Module im Betrieb austauschbar
Neue Details gibt es außerdem zur Funktionsweise des modularen Smartphones, das Nutzer ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend mittels einzelner Komponenten anpassen können sollen. Bis auf Display und Prozessor sollen demnach alle Module frei wähl- und austauschbar sein – sogar im laufenden Betrieb.

Die Module selbst sollen über einen eigenen Online-Shop erhältlich sein und von Partnerunternehmen wie Quanta, Toshiba, Rockchip oder Foxconn stammen. Zu welchem Preis die Bauteile erhältlich sein sollen, ist jedoch nach wie vor nicht bekannt. Als Preis für die Basisversion des Smartphones hatte Google im April rund 50 Euro angegeben.

Kostengünstiges Aufrüsten statt Handytausch
Die Idee für Project Ara stammt vom Designer Dave Hakkens, der vergangenen Herbst mit dem Konzept eines modularen Handys an die Öffentlichkeit gegangen war (siehe Infobox). Der damals noch zu Google gehörende Smartphone-Hersteller Motorola holte den Designer an Bord, mittlerweile wird das Baukasten-Smartphone direkt bei Google weiterentwickelt.

Der Grundgedanke hinter Project Ara: Statt das Smartphone alle zwei Jahre komplett zu tauschen, wie das heute üblich ist, soll das Baukastenprinzip das einfache Aufrüsten gewährleisten. Smartphones könnten dann also wie ein Desktop-PC bei Bedarf mit neuen Komponenten ausgestattet werden.

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