Do, 23. November 2017

Für Mutige

16.04.2014 10:15

„Das große Krabbeln“ im Haus des Meeres erleben

Das Haus des Meeres in Wien wird während der Osterferien zum "Dschungelcamp für alle": Tausendfüßer, Gespenstschrecken, Achatschnecken und noch viele andere "Krabbler" werden den Besuchern hautnah präsentiert. krone.at-Haustierredakteurin Denise Zöhrer hat all ihren Mut zusammengenommen und sich in den "Dschungel" gewagt.

Spinnen, Tausendfüßer und Schaben haben bei mir noch nie zu Begeisterungsstürmen geführt - aber was tut man nicht alles für einen guten Artikel. Das "Dschungelcamp" im Haus des Meeres klingt nach der perfekten Gelegenheit, Ekel und Angst zu überwinden und etwas über die kleinen Krabbler zu lernen.

Mitarbeiter informieren über die Tiere
Der Viktor-Otte-Saal im zehnten Stock ist gut gefüllt: Zahlreiche Kinder warten gespannt auf Käfer und Co. Die Mitarbeiter im Haus des Meeres geben die Tiere nacheinander durch und erzählen Wissenswertes rund um deren Herkunft und Bedürfnisse. Der furchtlose Bub links von mir setzt mir zuerst eine Achatschnecke auf die Hand, sie fühlt sich weich und gar nicht "schleimig" an. Das lässt sich aushalten - ich bin noch guter Dinge.

Schweißausbrüche und zittrige Beine
Als nächstes gibt er einen Tausendfüßer an mich weiter, der auf meinen Armen fleißig Runden dreht. Ich beginne zu schwitzen. Das Tier ist für meinen Geschmack viel zu schnell auf mir unterwegs. Die Beine - es sind übrigens nicht 1.000, sondern um die 200 - fühlen sich auf der Haut an, als würde man mit einem Kamm gestreichelt. Meine Beine zittern, zu allem Überfluss erledigt der Tausendfüßer auch noch sein großes Geschäft auf meiner Handinnenfläche.

"Liebe der Menschen zur Natur fördern"
Beim Blick in den Raum fällt mir auf, dass die Kinder fast keine Scheu vor den Tieren haben. Es sind eigentlich mehr die Mütter, Väter und Großeltern, von denen laute "Iiiiihs" zu hören sind. Ihr Nachwuchs dagegen sucht fasziniert die Nähe zu den Krabbeltieren. "Den Kontakt von Mensch und Tier und damit die Liebe der Menschen zur Natur zu fördern, sehen wir als eine unserer wichtigsten Aufgaben an. An den künftigen Generationen, an unseren Kindern wird es liegen, wie es mit unserer Natur und der Erde weitergeht", so Haus-des-Meeres-Direktor Michael Mitic.

Auch "Krabbler" verdienen unseren Schutz
"Wir haben deswegen auch die Ferien gewählt, da speziell Kindern die Scheu genommen werden soll", erzählt Mitic. Insekten sind bekanntlich ökologisch sehr wichtige Tiere. "Und wenn man eine Beziehung zu einem Lebewesen hat, ist man eher bereit, für seinen Schutz einzutreten – auch wenn es sich vorher um vermeintlich 'grausige' Tiere gehandelt hat", schließt der Direktor. Nach einer weiteren Stunde "Dschungelcamp" kann ich dies nur bestätigen. Diverse Heuschrecken und Spinnen sind noch durch meine Hände gegangen. Und nach einiger Zeit war es dann alles gar nicht mehr so schlimm, im Gegenteil. Hoffentlich habe ich den Tieren keine Angst eingejagt.

Das "Dschungelcamp für alle" im Haus des Meeres findet noch bis zum 18. April täglich um 10.30 Uhr und um 15.30 Uhr im neuen Viktor-Otte-Saal im zehnten Stock beim Hammerhaibecken statt. Informationen unter www.haus-des-meeres.at.

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