Mo, 20. November 2017

7 Bewohner im Spital

16.04.2014 12:10

Ein Todesopfer bei Brand in Wiener Innenstadt

Ein Brand in der Nacht auf Mittwoch in der Wiener Innenstadt hat ein Todesopfer gefordert: In der Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, wurde ein Leichnam entdeckt. Die Person dürfte gestorben sein, als Wände von Wohnungen in dem Stockwerk umgestürzt waren. Die Feuerwehr hatte insgesamt 50 Menschen evakuiert. Sieben Bewohner mussten mit Rauchgasvergiftungen ins Spital gebracht werden, zehn weitere wurden vor Ort behandelt.

Ein Anrainer hat den Löscheinsatz mitgefilmt - das YouTube-Video finden Sie hier.

70 Florianis im Einsatz
Gegen 4.30 Uhr waren die Einsatzkräfte zu dem Haus bei der Marc-Aurel-Straße Ecke Hoher Markt 40 gerufen worden. Ein Augenzeuge hatte von einem lauten Knall berichtet, den er in der Nacht gehört habe. Die Feuerwehr gab daraufhin Alarmstufe 2 und rückte mit 70 Mann aus. Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf erklärte gegenüber dem ORF: "Der Brand selbst war auf eine Wohnung beschränkt, die Brandentwicklung hat aber auch andere Bewohner bedroht. Deshalb war ein so großer Einsatz notwendig."

Insgesamt wurden 50 Personen evakuiert. Die Feuerwehr brachte die Menschen mit Fluchtfilterhauben durch das Stiegenhaus ins Freie. Die 33 unverletzt gebliebenen Hausbewohner wurden wegen der niedrigen Temperaturen in der Nacht in einem Bus der Wiener Linien betreut.

Fünf Kinder wegen Rauchgasvergiftungen im Spital
Von den Verletzten wurden zehn Personen von der Rettung ambulant an Ort und Stelle betreut. Sieben weitere Personen seien - ebenfalls mit leichten Rauchgasvergiftungen - zur genaueren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden, sagte Ronald Packert, der Sprecher der Wiener Berufsrettung. Darunter waren fünf Kinder im Alter von zwei, drei, fünf, sechs und 15 Jahren sowie eine 33-Jährige und ein 52-jähriger Bewohner.

Gegen 6 Uhr konnte dann "Brand aus" gegeben werden. Laut Schimpf waren aber umfangreiche Nachlöscharbeiten notwendig. Auch die Aufräumarbeiten nahmen noch einige Zeit in Anspruch. Auf der Straße lagen zahlreiche Glasscherben, weil Fenster geborsten waren. Wegen der Straßensperre wurde in der Früh auch der Fahrbetrieb der Buslinien 1A, 2A und 3A eingestellt. Am Vormittag nahmen Experten die Ermittlungen zur Brandursache auf. Eine Gasexplosion sei jedenfalls auszuschließen, sagte Schimpf.

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