Di, 17. Oktober 2017

Von 1994 bis 2013

14.04.2014 12:08

Wilderer von Annaberg beging 108 Straftaten

Nach dem Amoklauf von Annaberg in Niederösterreich mit vier Toten ist der Abschlussbericht des Landeskriminalamts bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten eingelangt. Dieser werde nun geprüft, teilte Sprecherin Nicole Elsinger am Montag mit. 108 Straftaten wurden dem Wilderer zugeordnet, dabei ist ein Schaden von rund 9,8 Millionen Euro entstanden.

Die Tatorte befänden sich vorwiegend in Niederösterreich, aber auch in der Steiermark, in Salzburg, Kärnten und Wien, so Elsinger. Verübt worden seien die Taten von 1994 bis April 2013. Bei den Delikten handle es sich hauptsächlich um Wilderei, Einbrüche, Brandstiftungen, Sachbeschädigungen, Motorrad- sowie Kennzeichendiebstähle. Der gesamte Akt besteht laut der Sprecherin aus 18 Bänden.

Im Bunker des Wilderers Alois H. wurde laut Elsinger außerdem eine Vielfalt an Jagdzubehör, Waffen und Trophäen sichergestellt, die nicht zugeordnet werden konnten. Diese Stücke befinden sich nun in der Verwahrstelle des Landesgerichts.

Untersuchungen zu Polizeieinsatz laufen noch
Noch nicht abgeschlossen sind die parallel laufenden Untersuchungen zum Polizeieinsatz. Dabei werden die Operation selbst, die Umsetzung und Planung sowie die Kommunikation beleuchtet. Ein Ergebnis wird im Mai erwartet.

Am 17. September 2013 hatte Alois H. drei Polizeibeamte und einen Sanitäter erschossen. Danach verschanzte er sich auf seinem Anwesen in Großpriel, wo er sich schließlich durch einen Kopfschuss das Leben nahm.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).