So, 19. November 2017

EU-Wahl

10.04.2014 12:54

Werthmann ersetzt Haider als BZÖ-Spitzenkandidatin

Angelika Werthmann ist die neue Spitzenkandidatin des BZÖ für die EU-Wahl. Nach dem überraschenden Rückzug von Jörg Haiders Tochter Ulrike Haider-Quercia am Dienstag präsentierte BZÖ-Chef Gerald Grosz bei einer Pressekonferenz am Donnerstag die neue Liste mit Werthmann auf Platz eins. Listenzweiter ist Bündnisobmann Grosz selbst.

Bei einem Parteivorstand am Mittwochabend wurden die Fortsetzung der Kandidatur des BZÖ und die neue Spitzenkandidatin einstimmig beschlossen. Mit der "Liste Mag. Werthmann" und dem Motto "Jetzt erst recht!" will die Partei ein Mandat erreichen.

Grosz: Werthmann "gute Alternative"
Werthmann geht mit einer "proeuropäischen, aber durchaus EU-kritischen Haltung" in den Wahlkampf. Gerald Grosz bezeichnete sie "als gute Alternative" für die Wähler. "Wir haben jetzt eine geänderte Ausgangssituation, das gebe ich unumwunden zu", sagte Grosz über den Rückzug der ursprünglichen Spitzenkandidatin Haider-Quercia und schraubte das erklärte Wahlziel auf ein Mandat - statt zwei Mandate - hinunter. "Mein Ziel ist es, Angelika Werthmann ins EU-Parlament zu bringen", so Grosz.

Er bedauere den Rückzug Haider-Quercias "sehr", es sei aber "für sie und ihre Situation der richtige Weg" gewesen. Als Grund nannte Grosz einmal mehr ihre "Sensibilität" und den "unglaublichen Druck", den politisches Engagement bedeute. "Auch ihr Rücktritt wird mich nicht von meiner Nähe zur Familie Haider abbringen", betonte er.

Wahlprogramm wird in Kürze präsentiert
Das EU-Wahlprogramm, dass Werthmann gemeinsam mit Haider-Quercia erarbeitet habe, werde in den nächsten Tagen präsentiert. Schwerpunkte seien die Forderungen nach mehr Bürgernähe und Bürgerrechten, erhöhter Transparenz sowie das Vorgehen gegen Privilegien, erklärte Werthmann, die sich beim BZÖ "für die Unterstützung und den Zusammenhalt" bedankte.

Auf Platz drei auf der Liste, hinter Spitzenkandidatin Werthmann und Listenzweitem Grosz, ist die Kärntner Landesparteiobfrau Johanna Trodt-Limpl. Auf Platz vier kandidiert Bündnissprecher Rainer Widmann. Insgesamt umfasst die Liste 41 Kandidaten, darunter "als Zeichen der Unterstützung" auf dem letzten Platz die oberösterreichische BZÖ-Obfrau und Schwester des verstorbenen Parteigründers Jörg Haider, Ursula Haubner.

Werthmann war 2009 auf der Liste von Hans-Peter Martin ins EU-Parlament eingezogen, überwarf sich mit ihm und trat als einzige Österreicherin in die liberale ALDE-Fraktion ein. Die Bekanntgabe ihres Antretens für das BZÖ brachte ihr dort heftige Kritik ein, am Dienstag wurde sie aus der Fraktion ausgeschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden