Fr, 24. November 2017

Ganz schön frech!

09.04.2014 10:29

Führerschein-Trick: Depardieu trotzt Alko-Urteil

Da hat Gerard Depardieu der Pariser Justiz aber ein ordentliches Schnippchen geschlagen! Am Dienstag wurde der Schauspieler wegen Trunkenheit am Steuer zu sechs Monaten Führerscheinentzug verurteilt. Dennoch darf der 65-Jährige weiter fahren, denn das Dokument wurde in seinem Wohnsitzland Belgien ausgestellt und ist daher in Frankreich nicht einziehbar.

Freie Fahrt für Gerard Depardieu! Dank eines in Belgien ausgestellten Führerscheins darf der Kultschauspieler trotz einer Verurteilung zu sechs Monaten Führerscheinentzug weiter Auto und Motorroller fahren, erklärte sein Anwalts Eric de Caumont.

Depardieus Anwalt hatte kurz zuvor bei einem Gerichtstermin offiziell die Berufung gegen einen Richterspruch aus dem vergangenen Jahr zurückgenommen. Mit diesem war der Schauspieler zu einer Geldstrafe in Höhe von 4.000 Euro und sechs Monaten Führerscheinentzug verurteilt worden.

Nichterscheinen Depardieus "frustrierend"
Doch nicht nur mit seinem Führerschein-Trick zieht Depardieu an den Nerven der Pariser Jusitz. Der Schauspieler erschien zu keinem der Gerichtstermine persönlich. Am Dienstag war er nach Angaben seines Anwalts auf dem Weg nach China. Die Staatsanwaltschaft hatte Depardieus Nichterscheinen vor Gericht als "frustrierend" kritisiert - vor allem, weil dieser die Alkoholvorwürfe über seinen Anwalt abstreiten ließ. Die Staatsanwaltschaft plädierte neben einer Geldstrafe von 4.000 Euro auf zehn Monate Führerscheinentzug.

Das Verfahren war davor schon mehrfach verschoben worden, zuletzt im Dezember 2013. Auslöser war ein Unfall Depardieus im November 2012 in der französischen Hauptstadt gewesen. Der Filmstar war dabei mit 1,8 Promille Alkohol im Blut von seinem schweren Motorroller gestürzt. Erlaubt sind im französischen Straßenverkehr lediglich 0,5 Promille. Verletzt wurde niemand.

Immer wieder Schlagzeilen wegen Trunkenheit
Der als großer Weinliebhaber geltende Depardieu macht seit Jahren nicht nur mit seinen Filmen Schlagzeilen. Im Dezember 2009 musste er nach einem Wutanfall auf offener Straße bei der Polizei vorstellig werden. Bereits 1990 und 1998 war Depardieu nach Alkoholfahrten zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Damals hatte er mit bis zu 2,55 Promille schwerere Unfälle gebaut und war selbst verletzt worden.

Anfang 2013 zog er heftige Kritik von seinen Landsleuten und Menschenrechtlern auf sich, als er von Kreml-Chef Wladimir Putin einen russischen Pass annahm - nachdem er bereits 2012 offiziell nach Belgien umgezogen war. Depardieu begründete die Entscheidung unter anderem mit der seiner Meinung nach reichenfeindlichen Politik von Frankreichs Präsident Francois Hollande.

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