Fr, 15. Dezember 2017

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09.04.2014 09:49

"Mr. Zahnpastalächeln" Dennis Quaid wird 60

Spektakuläre Filmerfolge, aber auch mindestens genauso schlagzeilenträchtige private Krisen: Hollywood-Schauspieler Dennis Quaid, bekannt geworden durch Filme wie "Dragonheart" oder "The Day After Tomorrow", hat eine schwere Drogensucht und drei gescheiterte Ehen hinter sich, aber trotzdem hat er sich den Erfolg stets wieder hart erarbeitet. Am Mittwoch wird er 60 Jahre alt.

"Ich hatte schon viele zweite Chancen", sagte Quaid einmal in einem CNN-Interview. "Es geht immer um Erneuerung, darum, diesen ursprünglichen Wunsch, etwas zu schaffen, wiederherzustellen." Seine Karriere hat sich mittlerweile stabilisiert. Als Superstar sehe er sich aber bei Weitem nicht, sagte der Schauspieler einmal. "Absolut nicht. Die Rollen und Sachen, die ich aussuche, sind manchmal einfach nicht Mainstream, mein Geschmack ist einfach nicht Mainstream, und ich probiere so viele verschiedene Sachen aus, dass ich nicht mit einer identifiziert werde. Ich habe mich selbst immer mehr als Charakterdarsteller gesehen."

Alles begann, weil der 1954 in Houston im US-Bundesstaat Texas als Sohn einer Immobilienmaklerin und eines Elektrikers geborene Quaid es nicht in das Football-Team seiner Schule schaffte. "Ich war zu klein. So bin ich dann im Theater-Kurs gelandet. Ich war einfach zu klein und habe es gehasst, geschlagen zu werden, also war es das." Quaid fand Gefallen daran und begann, Theater zu studieren. Als sein älterer Bruder Randy Quaid für seine Rolle in "Das letzte Kommando" eine Oscarnominierung als bester Nebendarsteller bekam, schmiss Dennis Quaid das Studium hin und zog ebenfalls nach Hollywood.

Erste Rollen dank Zahnpastalächeln
Er bekam - auch dank seines einprägsamen Zahnpastalächelns - erste Rollen und erntete bald viel Lob für seine Darstellungen in "Vier irre Typen - Wir schaffen alle, uns schafft keiner" (1979) und "Der Stoff aus dem die Helden sind" (1983). Zwischendrin heiratete er die Schauspielerin P.J. Soles, die Ehe hielt fünf Jahre lang.

Dann folgten die Drogen. Quaid wurde schwer kokainabhängig, seine Karriere brach ein. "Es kam nach und nach", erzählte er dem früheren CNN-Moderator Larry King in dessen Talkshow. "Aber es ging bis zu dem Punkt, wo ich keinen Spaß mehr haben konnte, ohne auf Drogen zu sein. Und das ist wirklich kein schöner Zustand." Sogar ein paar Filme drehte er auf Kokain. Wirklich gute Angebote bekam er aber nicht mehr. Quaid pausierte zwei Jahre lang und zog sich mithilfe intensiver Therapie wieder aus dem Sumpf heraus.

Ehe mit Meg Ryan scheiterte
Am Set von "Die Reise ins Ich" lernte er 1987 Meg Ryan kennen. "Wir haben damals beide noch mit jemand anderem zusammengelebt. Erst einen Film später sind wir zusammengekommen." Das war 1988 "D.O.A. - Bei Ankunft Mord", drei Jahre später heiratete das Paar. 1992 wurde der gemeinsame Sohn Jack geboren. "Wir sind nicht viel rausgegangen, auf Hollywood-Events oder so", sagte Quaid später. "Wir sind die meiste Zeit zu Hause geblieben, haben uns um unseren Sohn gekümmert und ein halbwegs normales Leben gelebt."

Aber auch die Ehe zu Ryan sollte nicht halten. Die Scheidung 2001 ging mit Untreue-Vorwürfen von beiden Seiten einher und hielt sich wochenlang in den Schlagzeilen. "Es ist schon schwer genug, durch den Schmerz einer Scheidung zu gehen. Aber es dann auch noch alles in der Öffentlichkeit und so verfälscht zu haben, das war wirklich kein Spaß." Heute seien sie aber befreundet.

Große Erfolge mit "Dragonheart" und Thrillern
Quaids Karriere zog in den 1990er-Jahren wieder an und er feierte mit Filmen wie "Dragonheart", "Frequency", "Traffic - Die Macht des Kartells" und "The Day After Tomorrow" große Erfolge. 2004 heiratete er zum dritten Mal, diesmal die Immobilienmaklerin Kimberly Buffington. Drei Jahre später wurde das Paar Eltern von Zwillingen, die von einer Leihmutter ausgetragen wurden und kurz nach der Geburt an einer Überdosis eines Blutverdünner-Mittels fast starben. 2012 scheiterte auch diese Ehe.

Privat wie beruflich habe er Höhen und Tiefen gehabt, gibt Quaid zu. Einige seiner Filme seien im Nachhinein betrachtet wirklich nicht großartig, aber er bereue keinen. "Es kursieren da ein paar unglückliche Dinge, aber ich sehe wirklich keinen meiner Filme als Fehler an. Auch aus denen habe ich gelernt."

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