Mi, 13. Dezember 2017

2.560 x 1.440 Pixel

06.04.2014 09:00

Kira: Toshibas ultrascharfes Ultrabook im Test

In den USA ist das Kira bereits seit dem Vorjahr erhältlich, jetzt bringt Toshiba sein "Premium-Ultrabook" auch auf den österreichischen Markt. Im Test von krone.at überzeugt das Gerät nebst sehr guter Verarbeitung und üppiger Ausstattung insbesondere mit seinem scharfen Display.

Das Kira 101, so die offizielle Bezeichnung, ist mit seinen Abmessungen von 316 x 207 x 19,8 Millimetern zwar geringfügig dicker als Apples MacBook Air (325 x 227 x 17 Millimeter), dafür aber weniger breit und weniger tief. Auch in puncto Gewicht ist das Ultrabook der Japaner dem Konkurrenten aus Kalifornien ebenbürtig, wenngleich das Duell mit einem Vorteil von 100 Gramm knapp zugunsten der Amerikaner ausfällt (1,34 zu 1,35 Kilogramm).

Core i7 im Magnesium-Gehäuse
Anders als das MacBook, das Apple in Aluminium hüllt, setzt Toshiba bei seinem Kira auf ein leichtes und stabil verarbeitetes Magnesium-Gehäuse, in dem ein leistungsstarker Core-i7-Prozessor der aktuellen Haswell-Generation von Intel, acht Gigabyte RAM sowie eine 256 Gigabyte große SSD Platz finden. Für gängige Büroaufgaben ist das Ultrabook damit eindeutig übermotorisiert, und auch anspruchsvollere Aufgaben, beispielsweise Bildbearbeitung, meistert das Gerät problemlos.

Wenn es um die Wiedergabe aufwendigerer 3D-Spiele geht, erweist sich die Onboard-Grafik (Intel HD 4400) allerdings als Schwachstelle. Wer flüssig spielen möchte, muss demnach Einbußen etwa bei der Auflösung in Kauf nehmen. Mühelos meistert das Kira dafür die vielen Spielchen, die Microsofts Marktplatz unter Windows 8 bereithält.

Extrascharfes Touch-Display
Spielernaturen profitieren dann von der Touchfunktionalität des 13,3 Zoll großen Displays, das bis zu zehn Finger gleichzeitig erkennt. Alternativ können Nutzer von einer hintergrundbeleuchteten Tastatur Gebrauch machen. Deren einzelne Tasten wirken zwar zunächst etwas klein, lassen sich durch ausreichend Abstand zueinander aber ebenso wie das sehr große Touchpad darunter angenehm bedienen.

Das Display selbst löst mit 2.560 x 1.440 Pixeln (221 ppi) und somit extrem scharf auf. Farben gibt es dank LED-Hintergrundbeleuchtung strahlend wieder. Toshiba verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass das Display "ab Werk farbkalibriert" ist. Für unseren Geschmack leuchteten so manche Farben allerdings schon zu kräftig.

Löblich ist in jedem Fall der mit 176 Grad – sowohl horizontal als auch vertikal – relativ große Betrachtungswinkel. Leider ist das durch Concore-Glass von Corning vor Kratzern geschützte Display jedoch nicht matt, und so muss, wenn Spiegelungen insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung vermieden werden sollen, die Helligkeit des Displays nach oben korrigiert werden.

Bis zu neun Stunden Akku-Laufzeit
Erwartungsgemäß hat dies Auswirkungen auf die Akku-Laufzeit. Bei durchschnittlicher Nutzung und moderater Bildschirmhelligkeit schlägt sich das Kira mit - unseren Erfahrungen nach - um die sechs Stunden jedoch passabel. Wer von den vorinstallierten Stromsparhilfen Gebrauch macht, kann sogar bis zu neun Stunden Laufzeit herausschlagen und kommt damit gut über den Tag.

Anschlussseitig bringt das Kira neben dem obligatorischen Kopfhörer- bzw. Mikrofoneingang insgesamt drei USB-3.0-Schnittstellen, einen SD-Kartenleser sowie einen vollwertigen HDMI-Port mit. Ins Internet gelangt es per schnellem WLAN (802.11 ac+/a/g/n), zudem unterstützt es Bluetooth 4.0 sowie Wirless Display und Miracast, um Inhalte vom Notebook etwa auf einen Fernseher zu streamen. Eine Webcam ist ebenfalls verbaut - mit einer Auflösung von nur 0,9 Megapixeln spart sie bei Videotelefonaten zwar Traffic, ihre Bilder wirken auf dem hochauflösenden 13-Zoll-Display aber wenig ansehnlich.

Schwächen beim Sound
Etwas mehr erhofft hatten wir uns vom Sound: Die integrierten Stereo-Lautsprecher von Harman/Kardon befinden sich nämlich an der Unterseite des Geräts und sind somit, ob beim Arbeiten auf dem Schoß oder dem Tisch, die meiste Zeit verdeckt, was sich auf den Klang nicht gerade vorteilhaft auswirkt. Ebenfalls unterseitig positioniert ist der Lüfter, was sich bei längerem und intensiveren Gebrauch ebenfalls negativ auswirken könnte. Im Test machte sich der Lüfter allerdings nicht bemerkbar, und auch eine störende Hitzeentwicklung konnten wir nicht feststellen.

Als unerfreulicher empfanden wir dagegen die vielen von Toshiba unter der Pro-Version von Windows 8.1 vorinstallierten 30-Tage-Test- und Demo-Versionen diverser Programme - eine Unart, die der Hersteller seit Jahren pflegt. Am ansonsten sehr positiven Gesamteindruck des Geräts ändert sich durch die vorinstallierte Software allerdings nichts, schließlich lässt sie sich ja - auch wenn es nervig ist - deinstallieren.

Fazit: Toshiba hat beim Kira ganze Arbeit geleistet. Es ist nicht nur äußerst handlich und leicht, sondern auch elegant verarbeitet, verfügt über mehr als ausreichend Rechenpower für die meisten Anwendungen und schafft es bei unter gewissen Voraussetzungen mit einer Akkuladung über den Tag. Highlight ist aber zweifelsohne das knackig scharfe Display mit seiner hohen Auflösung, die ein bequemes Arbeiten mit mehreren Fenstern gleichzeitig ermöglicht und auch Filme zu einem optischen Genuss macht. Beim Ton müssen aufgrund der ungünstig positionierten Lautsprecher hingegen Abstriche gemacht werden. Der einzig wirkliche Wermutstropfen ist aber wohl der Preis von derzeit günstigstenfalls 1.499 Euro.

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