Fr, 15. Dezember 2017

17.000-Euro-Rechnung

02.04.2014 13:50

Telekom-Regulierer will mit Spanien Lösung finden

Fälle wie der eines Vorarlbergers, dem nach einem Handydiebstahl in Barcelona ursprünglich eine 17.000-Euro-Rechnung übermittelt wurde (krone.at berichtete), sollen in Zukunft verhindert werden. Die österreichische Telekom-Regulierungsbehörde RTR will dafür den Kontakt mit ihren Kollegen in Spanien suchen. Es solle geklärt werden, warum mit einer SIM-Karte gleichzeitig mehrere Verbindungen aufgebaut werden können, so die RTR.

"Bereits seit einigen Jahren schlagen in der RTR-Schlichtungsstelle immer wieder Beschwerden über Handydiebstähle in Barcelona auf, die in sehr hohen Telefonrechnungen münden. Das Problem ist uns bekannt", informierte Johannes Gungl, RTR-Geschäftsführer für den Fachbereich Telekommunikation und Post, am Mittwoch in einer Aussendung. "Wir gehen davon aus, dass die Diebstähle professionell organisiert sind." Das Interesse der Diebe gelte offensichtlich den SIM-Karten und nicht den Endgeräten.

"Wir werden unsere internationalen Beziehungen nützen und den spanischen Regulator kontaktieren", berichtete Gungl. Bezüglich der Möglichkeit von mehreren gleichzeitigen Verbindungen mit einer SIM-Karte sollen Gegenmaßnahmen diskutiert werden. Gungl zeigte sich zuversichtlich, eine Lösung im Sinne der Touristen und der österreichischen Mobilfunkanbieter finden zu können.

Um in sehr kurzer Zeit das Gesprächsvolumen und damit die Kosten explodieren zu lassen, gibt es laut RTR technisch mehrere Möglichkeiten. Die Sprachroamingverbindungen können je nach Konfiguration mit oder ohne Involvierung des Heimatnetzbetreibers aufgebaut werden. Warnsysteme des Anbieters in der Heimat können jedoch nur im ersten Fall greifen.

Notfallnummer des Anbieters auch schriftlich speichern
Das heimische Forum Mobilkommunikation riet unterdessen dazu, bei einem Handyverlust so schnell wie möglich den Anschluss beim Betreiber sperren zu lassen. Die Nummer der Hotline nur im Telefon zu speichern, sei dabei wenig sinnvoll. Der wichtige Kontakt sollte vielmehr auch schriftlich notiert bei sich getragen werden. Der Interessensverband bietet dazu beispielsweise eine Notrufkarte an, auf der verschiedene Notfallnummern eingetragen werden können. Diese ist kostenlos per E-Mail (office@fmk.at) bestellbar.

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