Di, 21. November 2017

„Das ist Diebstahl“

27.03.2014 12:33

EU-Kommissarin schimpft über teure Flughafen-WLANs

Die für Telekommunikation verantwortliche EU-Kommissarin Neelie Kroes hat auf einer Reise nach Deutschland wütende Twitter-Einträge über den Düsseldorfer Flughafen abgesetzt. Der Grund: Der Flughafen verlangt für die Nutzung seines WLANs satte sechs Euro in der Stunde und bietet keine Gratis-Nutzung an. "Das ist Diebstahl", wetterte die zornige Kommissarin.

"Wir zahlen hohe Gebühren, um Flughäfen zu nutzen – im Jahr 2014 erwarten die Leute dafür Konnektivität", twitterte sie weiter. Und fügte – ein Seitenhieb auf die überteuerten Roaming-Gebühren innerhalb der EU, gegen die Kroes seit Jahren kämpft – hinzu: "Dagegen sieht Roaming billig aus."

Flughafen lenkte nach Kroes' Schelte ein
Der Düsseldorfer Flughafen reagierte einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge noch am selben Abend auf die Schelte der EU-Kommissarin und kündigte an, Besuchern ab kommender Woche immerhin eine halbe Stunde kostenfrei eine WLAN-Verbindung zur Verfügung zu stellen. Danach würden künftig dann vier Euro pro Stunde anfallen.

Deutschland gehöre in puncto WLAN-Versorgung "nicht gerade zur digitalen Avantgarde", gab ein Flughafensprecher gegenüber der Zeitung zu. Während in Ländern wie England und Holland viele kostenlose WLAN-Hotspots für Touristen und Reisende zur Verfügung stünden, sei die Situation in Deutschland schlecht.

Flughafengebühren sind nicht für WLAN
Am Flughafen konkret deshalb, weil das WLAN eine Fläche von 50.000 Quadratmetern abdecke, entsprechend wartungsintensiv sei und nicht durch die Flughafengebühren finanziert werde, die primär für Sicherheitschecks und andere Flughafen-Infrastruktur verwendet werden.

Deutschland ist an öffentlichen Orten – ebenso wie Österreich und viele weitere EU-Länder – relativ schlecht mit offenen WLAN-Zugangspunkten für Touristen und Reisende versorgt. Die sind wegen der immer noch horrenden Roaming-Gebühren innerhalb der EU aber oft auf diese Hot-Spots angewiesen, um mit ihrem Smartphone online zu gehen. In anderen Ländern ist die Situation besser.

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