Fr, 20. Oktober 2017

Teurer für EU & USA

27.03.2014 09:13

WTO rügt China für Handelskrieg bei Seltenen Erden

Im Streit um Exportbeschränkungen für Seltene Erden hat China eine Niederlage vor dem Schiedsgericht der Welthandelsorganisation WTO erlitten. "Die Souveränität eines Landes über seine natürlichen Ressourcen erlaubt es ihm nicht, internationale Märkte oder die weltweite Verteilung von Rohstoffen zu kontrollieren", erklärte die EU-Kommission am Mittwoch zu dem Urteil der WTO.

Ähnlich äußerte sich der US-Handelsbeauftragte Michael Froman. Das chinesische Handelsministerium bedauerte dagegen die Einschätzung der WTO. Die Volksrepublik hat nun 60 Tage Zeit, um Berufung einzulegen. Das Land kündigte bereits eine Prüfung des Urteils an.

90 Prozent der Weltproduktion kommt aus China
Die USA, Europa und Japan hatten der Volksrepublik vorgeworfen, sich auf unfaire Weise Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Aus China stammen mehr als 90 Prozent der Weltproduktion der Metalle, die beispielsweise für Computer, Handys, Windturbinen und Batterien verwendet werden. 2013 wurde die Förderung auf 93.800 Tonnen gedrosselt, was offiziell mit dem Schutz der Umwelt begründet wurde.

Die Amerikaner sahen darin aber eine unfaire Handelspraxis. "Durch Chinas Entscheidung, die eigene Industrie zu fördern und US-Firmen zu benachteiligen, mussten die US-Hersteller mehr als den dreifachen Preis als ihre chinesischen Konkurrenten für exakt die gleichen Seltenen Erden bezahlen", sagte Froman. "Die Regeln der WTO verbieten diese Art diskriminierender Exportbeschränkungen."

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