So, 22. Oktober 2017

Vieles wird moderner

26.03.2014 11:28

Baufieber in Spielberg: Facelift für Red-Bull-Ring

Statt Motorengeheule sind derzeit noch die Motorsägen am Red-Bull-Ring in Spielberg zu hören. Im Schichtbetrieb wird an den Tribünen sowie am "Partnergebäude" entlang der Start-Ziel-Geraden gearbeitet. Ein Skelett aus Beton und Stahl lässt drei Monate vor dem Grand Prix einen überdimensionalen Heckflügel erkennen. Er könnte - mit Glas verkleidet - die 500 erwarteten Journalisten beherbergen.

Beim Lokalaugenschein im obersteirischen Murtal waren die Zeichen für den bevorstehenden Österreich-Grand-Prix schon bei der Zufahrt zu erkennen: Kassen-Container und Tribünenteile liegen aneinandergereiht entlang der Landesstraße. Sobald die Einfahrt zum Ring erreicht ist, wird klar, dass für die Formel 1 noch einmal kräftig zugebaut wird. Die Konstruktion des mehrere Stockwerke hohen Heckflügels erhebt sich über die ebenfalls neu errichteten Tribünenränge. Letztere erstrecken sich über eine Länge von mehreren Hundert Metern.

Auch Hauptgebäude wird ausgebaut
Ausgebaut wurde auch das innerhalb des Rings liegende Hauptgebäude mit der sogenannten Bull's Lane: In ihm befinden sich neben der Rennleitung und den VIP-Lounges auch die um vier neue Boxen erweiterte Boxengasse und das Medical Center. Am Dach des Hauptgebäudes soll während des Rennwochenendes der exklusive "Formula One Paddock Club" seine Zelte aufschlagen. Dafür sind noch Tickets ab 3.450 US-Dollar (2.480 Euro) zu haben.

Ebenfalls noch in Bau sind die neue Umfahrungsstraße zum Schönberg sowie die Standplätze für mobile Tribünen. An der Strecke selbst werden Randsteine nachgemalt, Kunstrasenstreifen eingesetzt und Reifenstapel hinter Verkleidungen in den Red-Bull-Farben Blau und Silber versteckt. Auf den neu gebauten Tribünen entlang der Start-Ziel-Geraden fehlen großteils nur noch die Sitzschalen.

"Modernstes Mediacenter der Formel 1"
Dass man rechtzeitig fertig wird, bezweifelt niemand am Ring. Mit einem milden Winter habe man außerdem Glück gehabt. Die Generalprobe für die Neubauten soll von 6. bis 8. Juni mit dem ADAC-GT-Masters über die Bühne gehen. Beim Grand Prix am 22. Juni will man am Ring das "modernste Mediacenter der Formel 1" zur Verfügung stellen. Sollte es tatsächlich im "Flügelgeschoß" des Partnergebäudes installiert werden, wäre ein Blick über beinahe die gesamte Strecke garantiert.

Parallel zu den Bauarbeiten feilt der GP-Veranstalter, die Projekt Spielberg GmbH, am Event- und Verkehrskonzept - in Kooperation mit den Behörden und dem Tourismusverband. Mehr als 80.000 Besucher werden alleine am Renntag erwartet. Sie sollen nach Möglichkeit "mit allem, nur nicht mit dem Auto kommen", um einen Verkehrskollaps zu verhindern. Teil des Konzepts dürfte etwa die Reaktivierung der ÖBB-Zughaltestelle Spielberg sein.

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