Do, 19. Oktober 2017

Tendenz steigend

24.03.2014 10:54

40,4% der Familien leben ohne Kinder im Haushalt

In Österreich gibt es immer mehr Familien ohne Kinder. Im Jahr 2013 hat es insgesamt rund 2,35 Millionen Familien gegeben, darunter 949.000 Paare ohne im gemeinsamen Haushalt lebende Kinder - das entspricht 40,4 Prozent.

Von 1985 bis 2013 hatte die Zahl der Familien in Österreich um 15 Prozent von rund zwei Millionen auf 2,35 Millionen zugenommen, hieß es seitens der Statistik Austria am Montag. Gleichzeitig verringerte sich aber die Zahl der Familien mit Kindern unter 15 Jahren, nämlich von 835.000 im Jahr 1985 auf 760.000 im vergangenen Jahr. Die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Familie blieb jedoch annähernd unverändert: 1985 lebten durchschnittlich 1,64 Kinder unter 15 Jahren in jeder Familie, 2013 waren es 1,59.

Deutliches Plus bei Lebensgemeinschaften
Wegen der Alterung der Bevölkerung gibt es immer mehr Paare, deren Kinder den gemeinsamen Haushalt bereits verlassen haben. So sind beispielsweise für Frauen ab der Altersgruppe von 55 bis 59 Jahren Partnerschaften ohne im Haushalt lebende Kinder die am weitesten verbreitete Lebensform (45,3 Prozent aller Frauen).

Im Gegensatz zu den Lebensgemeinschaften hat sich übrigens die Zahl der Ehepaare mit rund 1,7 Millionen nicht sehr verändert. Die Zahl der Lebensgemeinschaften stieg hingegen von 73.000 im Jahr 1985 auf 353.000 im Jahr 2013. Bei Alleinerziehern handelt es sich nach wie vor hauptsächlich um Frauen: 104.000 Müttern mit Kindern unter 15 standen 9.000 alleinerziehende Väter gegenüber.

Weiterhin hohe Teilzeit-Beschäftigungsquote bei Müttern
Die Teilzeitquoten bei Müttern sind laut Statistik Austria stabil hoch: Zwar sind zwei Drittel aller Mütter mit Kindern unter 15 Jahren erwerbstätig, 73,7 Prozent davon arbeiten aber Teilzeit. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: Arbeiteten in Wien 56,2 Prozent aller erwerbstätigen Frauen mit Kindern unter 15 Jahren in Teilzeit, waren es in den westlichen Bundesländern Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg über 80 Prozent.

Abhängig ist die Teilzeitquote auch vom Alter der Kinder: Gestaffelt nach dem Alter des jüngsten Kindes arbeitete im Durchschnitt etwas mehr als die Hälfte aller Mütter mit Kindern unter sechs Jahren, über 80 Prozent davon Teilzeit. Ab dem Zeitpunkt, an dem das jüngste Kind das schulpflichtige Alter erreicht, nimmt die Erwerbsbeteiligung von Frauen deutlich zu: 2013 lag sie bei Müttern von Kindern zwischen sechs und 14 Jahren bei rund 82 Prozent, die Teilzeitquote liegt hier niedriger, und zwar bei knapp 70 Prozent.

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