Mi, 18. Oktober 2017

Folgt auf Hartmann

19.03.2014 11:25

Karin Bergmann Interims-Leiterin des Burgtheaters

Karin Bergmann übernimmt nach der in der Vorwoche erfolgten fristlosen Entlassung von Matthias Hartmann interimistisch die Führung des Wiener Burgtheaters. Diese Entscheidung präsentierte Kulturminister Josef Ostermayer am Mittwoch gemeinsam mit Burg-Aufsichtsratschef Christian Strasser. Die 60-jährige gebürtige Deutsche Bergmann hat fast drei Jahrzehnte Erfahrung am Burgtheater vorzuweisen.

Bergmann wird voraussichtlich bis zum 30. August 2016 das Amt als interimistische Direktorin des Burgtheaters innehaben. "Frau Bergmann muss eine Chance haben, ihre Funktion über eine bestimmte Zeit wahrzunehmen", so Ostermayer bei der Pressekonferenz. Bergmann möchte, dass es bald wieder "um andere Dinge geht, wenn man an die Burg denkt".

Das Ensemble, dem Ostermayer seine Entscheidung vor der Pressekonferenz mitgeteilt hatte, habe äußerst positiv reagiert: "Wie ich mit Frau Bergmann auf die Bühne gegangen bin, hat es tosenden Applaus gegeben." Klar sei bei der neuen Leiterin jedenfalls: "Wir haben jemanden gefunden, der alle Kriterien erfüllt." Sie verfüge über organisatorische Fähigkeiten und müsse nun die "gewisse Kluft, die es im Ensemble gibt, kitten", meinte Ostermayer.

Bergmann sieht sich als "Gestalterin"
Bergmann, die bereits "viele Ideen" hat, will diese zunächst mit den Mitarbeitern besprechen, ließ jedoch verlauten, dass sie sich "als Gestalterin" empfinde. So wolle sie im Angesicht der Krise "Kunst- und Sponsoringprojekte" entwickeln.

Für Ostermayer wäre es die "Idealvariante gewesen, dass man viel Zeit und Vorlauf hat, um eine Ausschreibung vorzubereiten. Aber wir stehen jetzt in einer Situation, wo es die Zeit nicht gegeben hat." Die Ausschreibung für die reguläre Direktion werde in den kommenden Wochen erfolgen, im Herbst hofft er, das Ergebnis präsentieren zu können.

Bereits zwei Jahrzehnte Erfahrung
Die gebürtige Deutsche Bergmann war unter dem einstigen Burgtheater-Direktor Claus Peymann nach Wien gekommen und fast drei Jahrzehnte am Haus tätig.

1999 wurde die heute 60-Jährige Stellvertreterin von Direktor Klaus Bachler und zeichnete 2008, als dieser ein Jahr vor Vertragsende die Bayerische Staatsoper übernahm, hauptsächlich für den Betrieb verantwortlich. 2010 ging sie nach der ersten Saison als Co-Direktorin Hartmanns in Pension.

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