Fr, 20. Oktober 2017

Große Wissenslücken

18.03.2014 14:16

Viele Österreicher mit schlechten PC-Kenntnissen

Eine Studie der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) stellt erstmals die Selbsteinschätzung den tatsächlichen Computerkenntnissen der Österreicher gegenüber. Die wichtigsten Ergebnisse: Das Wissen, etwa im Bereich IT-Sicherheit, ist besser als erwartet. Wo es aber um die praktische Umsetzung des Computerwissens bei der alltäglichen Nutzung geht, zeigen sich deutliche Lücken. Das betrifft vor allem grundlegende Fähigkeiten der täglichen Computernutzung wie die Dateiverwaltung.

Für die Studie wurden insgesamt 1.260 Österreicher im Alter von 15 bis 60 Jahren befragt. Neben einer Online-Umfrage wurden 494 Tests durchgeführt, in denen die Teilnehmer ihre Kenntnisse auch in der Anwendung beweisen mussten.

Insgesamt glaubten demnach 60 Prozent der Befragten, dass ihre Computerkenntnisse im Allgemeinen "sehr gut" oder "gut" sind. Beim Online-Test schnitten im Gegensatz dazu aber 61 Prozent "schlecht" bis "sehr schlecht" ab.

Viele scheitern schon an Ordnerverwaltung
Im Teilbereich der Computergrundkenntnisse, bei dem es unter anderem um Fähigkeiten wie Dateiverwaltung und Ähnliches ging, zeigten sich die größten Abweichungen zwischen Selbsteinschätzungen und Testergebnissen: In diesem Teilbereich glaubten insgesamt 78 Prozent der Befragten, sie hätten "gute" oder "sehr gute" Grundkenntnisse. Im Test schnitten jedoch 75 Prozent mit "schlechten" oder "sehr schlechten" Ergebnissen ab. Viele Testpersonen scheiterten bereits bei abgefragten Grundkenntnissen wie dem Verschieben, Kopieren oder Anlegen von Ordnern.

Bei den Internetkenntnissen ist die Differenz zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlichen Kenntnissen zwar hoch, aber im Vergleich mit anderen Teilbereichen am geringsten: 84 Prozent glaubten, dass sie "sehr gute" oder "gute" Internetkenntnisse haben. Im Gegensatz dazu erreichten 49 Prozent im Test "schlechte" oder "sehr schlechte" Ergebnisse.

"Eklatanter Unterschied"
"Dass es einen Unterschied zwischen der Selbsteinschätzung und den tatsächlichen Ergebnissen gibt, haben wir erwartet. Aber dass der Unterschied so eklatant ist, war schon eine Überraschung und bedeutet auch: Wer schlechte Computerkenntnisse hat, weiß gar nicht, dass er oder sie Bildungslücken hat", erklärte Ronald Bieber, Generalsekretär der OCG, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Im Altersvergleich weisen die 15- bis 29-Jährigen bei den PC-Fähigkeiten mit 55 Prozent die geringste Rate der Kategorie "schlecht bis sehr schlecht" auf, gefolgt von 61 Prozent bei den 30- bis 49-Jährigen und 68 Prozent bei den 50- bis 60-Jährigen. Nur sieben Prozent der Jungen haben sehr gute Kenntnisse.

Eigentlich "bestens" ausgerüstet
Dabei sind die Österreicher privat laut Bieber "bestens" mit Computern und Internet ausgestattet: Knapp drei Viertel der Befragten (74 Prozent) besitzen ein Notebook, 69 Prozent ein Smartphone und bei 66 Prozent ist das Zuhause mit WLAN ausgestattet.

Jeder vierte Österreicher verbringt in seiner Freizeit täglich über drei Stunden vor dem Computer. Auch im Beruf ist der Computer allgegenwärtig: 51 Prozent der Österreicher verbringen mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit vor dem Monitor.

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