Mi, 13. Dezember 2017

Täter auf der Flucht

18.03.2014 09:47

Banküberfall in Tirol "dauerte nur wenige Minuten"

"Es dauerte nur wenige Minuten", berichtet eine Zeugin von den dramatischen Szenen, die sich am Montag in einer Bank im Tiroler Rum bei Innsbruck abgespielt haben. Ein mit einer Schusswaffe bewaffneter Unbekannter hatte die Sparkassenfiliale gestürmt, eine Angestellte mit der Pistole bedroht und war danach auf einem Motorrad mit Beute in unbekannter Höhe geflüchtet.

Mit einer Faustfeuerwaffe bewaffnet stürmte gegen 10.40 Uhr der rund 1,90 Meter große, schwarz gekleidete Mann - der einen weißen Sturzhelm mit blauen Streifen an den Seiten trug - in die Bank und brüllte mit ausländischem Akzent: "Alle auf den Boden!"

Zeugin Alexandra T., eine weitere Bankkundin und die Angestellten taten wie ihnen befohlen. "Er brüllte mich und eine andere Bankkundin an, dass wir uns sofort auf den Boden legen sollen. Ich bückte mich. Dann ging alles ganz schnell. Nach nur wenigen Minuten war alles vorbei", so die geschockte Zeugin.

Rotes Motorrad vor einigen Tagen gestohlen
"Der Mann flüchtete auf einem älteren, weinroten Motorrad mit Innsbruck-Land-Kennzeichen Richtung Süden", erklärte Chefermittler Karl Ritscher. Sofort wurde eine Alarmfahndung ausgelöst. Sämtliche Fahrzeuge auf den Straßen rund um Rum sowie an den zahlreichen Autobahnauf- und Abfahrten wurden von der Polizei akribisch durchsucht. Ins Netz ging der unbekannte Täter den Beamten vorerst allerdings nicht.

Kurz vor Mittag tauchte dann das Fluchtfahrzeug vor dem Hotel "Rumer Hof" auf. Laut Ritscher war das Motorrad vor einigen Tagen im "Olympischen Dorf" gestohlen worden. "Wie der Räuber sich von dort entfernte, ist vorerst nicht bekannt", sagt der Ermittler des Landeskriminalamts und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

Die Bankgestellten - die Sparkasse in Rum wurde übrigens zum ersten Mal Ziel eines Banküberfalls - wurden mittlerweile von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

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