Di, 17. Oktober 2017

Brutale Taten

14.03.2014 09:06

Facebook-User riefen zur Jagd auf Tierquäler auf

Die Internetgemeinde schäumte in dieser Woche: Zuerst prügelte ein 20-jähriger Deutscher vor laufender Kamera auf einen Hundewelpen ein und rühmte sich auf YouTube und Facebook damit - Morddrohungen gegen den Täter stehen seitdem an der Tagesordnung, der Hund ist mittlerweile in Sicherheit. Und schon erschüttert der nächste Fall von Tierquälerei - mitten in Österreich.

Nachbars Katze gefiel einer Oberösterreicherin offenbar nicht besonders gut. Ihre tierische Statur passte wohl nicht in die Siedlung in Rutzenmoos. Das teilte die Frau auch der ganzen Welt via Internet mit. Im Facebook-Forum "help me - help you Vöcklabruck" kündigte sie an, die "abgemagerte und verschreckte Katze" zum Tierarzt zu bringen.

Frau ließ Nachbarskatze einschläfern
Dass der elfjährige Stubentiger "Trinity" dem achtjährigen Jungen und seinen Eltern im Haus nebenan gehört, habe sie "gehört", postet die Dame. Egal - am 7. November 2013 soll sie das Tier eingefangen, in die Tierklinik Vöcklabruck gebracht und als Streunerkatze ausgegeben haben. Mit der Bitte um Einschläferung! "Trinity" musste deswegen sterben.

Facebook-Postings als Beweismittel
Doch die vermeintliche "Tiersamariterin" wird sich dafür vor Gericht verantworten müssen. Die Katzenbesitzer haben Anzeige wegen Sachentzug erstattet. Bis zu einem halben Jahr Haft drohen. Als Beweis für "böse Absichten" wird ihre Facebook-Korrespondenz angeführt.

Deutscher Tierquäler wurde angezeigt
Genau die liegt auch im unglaublichen Fall von Tierquälerei eines Deutschen (20) vor: In einem Video ist zu sehen, wie Tom-Jan H. einen zehn Wochen alten Terrier vor laufender Kamera schlägt. Er findet das lustig, rühmt sich. Der Welpe erleidet Prellungen und eine Gehirnerschütterung. Die Folge: Morddrohungen gegen den 20-Jährigen! Es wurde Anzeige erstattet, der Hund befindet sich nicht mehr bei dem Mann.

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