Mo, 18. Dezember 2017

Nach üblem Sturz

12.03.2014 16:45

Aus für Höfl-Riesch, Fenninger vor Gesamtsieg

Maria Höfl-Riesch muss nach ihrem Sturz in der Abfahrt beim Weltcup-Finale in Lenzerheide die Saison vorzeitig beenden - damit steht Anna Fenninger vor dem Sieg in der Weltcup-Gesamtwertung. Denn die Salzburgerin liegt drei Rennen vor Schluss elf Punkte vor Höfl-Riesch und 235 vor der Schweizerin Lara Gut. Fenninger könnte bereits am Donnerstag im Super-G alles klarmachen. Es wäre der erste Sieg einer Österreicherin im Gesamtweltcup seit Nicole Hosp 2007.

Höfl-Riesch zog sich bei ihrem Sturz einen Muskelfaserbündelriss an der Adduktorengruppe im linken Oberschenkel, schwere Prellungen im Schulter- und Ellenbogengelenk sowie eine Kapselverletzung im linken Ellenbogen zu. Das ergab eine MRT- und Röntgen-Untersuchung im Spital von Chur.

DSV-Cheftrainer: "Sie ist nicht mehr einsatzfähig"
"Sie ist diese Woche nicht mehr einsatzfähig", sagte der DSV-Damen-Cheftrainer Thomas Stauffer nach der Mannschaftsführersitzung am Mittwochabend. "Es ist schmerzhaft, wenn man eine ganze Saison so hart arbeitet, so nahe dran ist und am Schluss nicht mehr um die große Kugel kämpfen kann." Ob Höfl-Riesch ihre Karriere fortsetzen wird, ist offen. Sie selbst hatte immer gesagt, dass sie nach der Saison darüber entscheiden werde.

ÖSV-Rennsportleiter: "Traurig, dass sie nicht starten kann"
"Ich bin sehr traurig, dass Maria als Letzte gestürzt ist. So wünscht man sich ein Weltcupfinale nicht und auch nicht das Ende einer Abfahrt", sagte ÖSV-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum, nachdem das Ausmaß der Verletzung bekannt geworden war. "Es ist traurig, dass sie nicht starten kann." Verletzungen gehören zum Sport dazu, und alle gehen ein großes Risiko ein, meinte er. "Wenn man sich am Limit bewegt, kann es passieren, dass man stürzt."

Der wahrscheinliche Gewinn der großen Kristallkugel, es wäre die erste für die ÖSV-Damen seit Nicole Hosp 2007, freut ihn natürlich: "Das ist im Hintergrund immer ein gewisses Ziel. Wenn man das aus eigener Stärke schafft, ist es sehr, sehr schön. Aber Anna hat eine wirklich gute Saison gehabt. Die Verletzung von Maria jetzt ist sehr, sehr bitter", merkte man Kriechbaum an, dass er sich ein hochklassiges Duell dieser beiden Läuferinnen bis zum Schluss gewünscht hätte.

Fenninger kann auch Super-G- und RTL-Kugel holen
Ans Feiern will im ÖSV niemand denken, denn es steht noch einiges für Fenninger auf dem Programm. "Es geht auch noch um andere Dinge, nicht nur um den Gesamtweltcup. Das wird sicherlich noch sehr spannend werden", meinte Kriechbaum. Im Super-G führt Gut mit 348 Punkten vor Fenninger (277). Die Salzburgerin kann in diesem Rennen im Gesamtweltcup rechnerisch alles klarmachen, aber auch noch die Disziplinwertung holen. Im Riesentorlauf hat Fenninger als dreifache Saisonsiegerin nur 14 Punkte Rückstand auf die führende Schwedin Jessica Lindell-Vikarby.

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