Mo, 20. November 2017

Wurde gemobbt

10.03.2014 15:31

OÖ: Erste heiße Spur zu verschwundenem Pfarrer

Der Fall um den vermissten Geistlichen Johannes Teufl aus St. Georgen im Attergau in Oberösterreich bleibt mysteriös: Auch vier Tage nach seinem Verschwinden haben weder die Polizei noch seine Lebensgefährtin etwas von ihm gehört. Die Hoffnung lebt aber: Kripo und Kirche vermuten, dass sich der 54-Jährige in ein Kloster zurückgezogen hat.

"Herr Pfarrer, bitte melden Sie sich!" Die Bewohner der kleinen Marktgemeinde an den Toren des Salzkammerguts in Oberösterreich sind schockiert. Wie von der "Krone" berichtet, verließ der Geistliche am Freitag die Pfarre St. Georgen im Attergau, sagte auch zu seiner Lebensgefährtin nicht, wohin er geht. "Er hat sein Handy liegen gelassen und ist einfach davongefahren", schlug die in Seewalchen am Attersee lebende Gefährtin Alarm. "Seither gibt es kein Lebenszeichen mehr", bestätigen auch Nachbarn der Frau, die mit Johannes Teufl in einer Wohnung mit Seeblick zusammenlebte.

Erste Hinweise, wo sich der Pfarrer aufhält, gab es am Montag dennoch. Landeskriminalamt und Vertreter der Kirche klapperten Stätten der Franziskaner ab und fragten nach, ob der 54-Jährige bei ihnen untergetaucht sei.

Ob die Ermittler darauf eine Antwort bekommen, ist fraglich. Teufl will laut einem Brief an Bischof Ludwig Schwarz in aller Ruhe entscheiden, ob er Gottesmann bleibt oder nicht. Zuletzt wurde er angefeindet. "Die Franziskaner wollen von ihm wissen, ob er im Orden bleibt oder ob ihn die Diözese als Pfarrer übernimmt." Konservative Katholiken hatten damit aber ein Problem. "Er steht dazu, eine Freundin zu haben. Deswegen wurde er gemobbt - und letztlich wurde ihm alles zu viel", weiß Gemeindevorstand Richard Roither (kleines Bild).

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