Do, 23. November 2017

Parken „sehr teuer“

05.03.2014 15:20

Zusätzlich 6,7 Millionen Euro für Wiener Beamte

Die finanzielle Belastung durch weitere fünf Parkpickerl-Bezirke kann nur dem Normalbürger zugemutet werden: Wiens Beamte, die während einer Dienstfahrt dort mit dem Privat-Pkw parken, werden nun entschädigt - natürlich vom Steuerzahler.

Im Akt "Änderung der Reisegebührenvorschrift MA1-357640-2013" ist nachzulesen, dass Wiens Beamte ab 1. Jänner 2014 zusätzlich 6,7 Millionen Euro Kilometergeld erhalten. Die Begründung: Die (vom Verkehrsressort gewünschte) Ausweitung der Parkpickerlzonen "stellt bei Dienstreisen innerhalb der Stadt Wien eine sehr hohe Kostenbelastung für die Bediensteten dar".

Deshalb erhalten jetzt alle Mitarbeiter der Stadt, die mit dem Privat-Pkw Dienstfahrten erledigen, ein höheres Kilometergeld (bisher 0,42 Euro/Kilometer) - um damit wiederum die Parkgebühren an die Stadt Wien entrichten zu können. Die Leiterin der Magistratsabbteilung 1 rechnet mit Rückflüssen über die Parkometerabgabe von 5,54 Millionen Euro. Nach dieser Kalkulation bleiben dann allerdings 1,17 Millionen Euro bei den Wiener Beamten...

Fazit der Aktion: Aus dem mit Steuergeld gefüllten Stadtbudget werden 6,7 Millionen Euro entnommen, damit 5,54 Millionen Euro in den Parkgebührentopf fließen.

PS: Beim städtischen Heizkostenzuschuss (sechs Millionen Euro) wurden ab 2012 die Barauszahlungen an ärmere Wiener gekürzt.

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