Mo, 20. November 2017

IT-Defekt behoben

05.03.2014 11:13

„Entschuldigung“ für U-Bahn-Totalausfälle

Nach dem Stillstand der U-Bahnlinien 3 und 6 sowie dem Teilausfall der U4 am Dienstag haben sich die Wiener Linien auf Fehlersuche begeben: Fündig geworden ist man bei der Datenübertragung zu den Stellwerken. Zwei sogenannte Netzwerkswitches wurden bereits ausgetauscht. Seitens der Wiener Linien ist man nun um eine Glättung der Wogen bemüht. Am Mittwoch rechne man - so wurde krone.at versichert - jedenfalls mit einem reibungslosen Betrieb.

Das Problem betraf die Datenverbindung zwischen der zentralen U-Bahn-Leitstelle in Erdberg und den einzelnen Stellwerken. Um auf Nummer sicher zu gehen und ein derartiges Problem in Zukunft möglichst auszuschließen, werde man in den nächsten Tagen noch vier weitere "Switches", die als Koppelungselement zwischen zwei Netzwerken fungieren, austauschen.

Die Reparaturmaßnahmen scheinen auch bereits zu greifen: "Seit Betriebsbeginn läuft jedenfalls alles problemlos", verkündete eine Sprecherin der Wiener Linien im Gespräch mit krone.at. Man rechne mit einem reibungslosen Betrieb, der Defekt sei behoben.

Dennoch wird "das System auf Herz und Nieren geprüft", versprach der Geschäftsführer der Wiener Linien, Günter Steinbauer. Damit soll verhindert werden, dass die Datenübertragung erneut gestört wird. Aufgrund der fehlenden Signale aus der Leitstelle mussten die Züge am Dienstag in den Stationen stehen bleiben.

Mitarbeiter sind Back-up im Notfall
Am System an sich - der Fernsteuerung der automatischen Stellwerke, die in den Abendstunden für das Öffi-Verkehrschaos sorgte - will man grundsätzlich aber nichts ändern. "Das System hat zehn Jahre lang bestens funktioniert, jetzt haben zum ersten Mal zwei Hardware-Teile Probleme gemacht", erklärte Steinbauer. Das Back-up werden auch in Zukunft die Mitarbeiter der Wiener Linien sein, die im Notfall die Stellwerke manuell bedienen können.

"Wir bitten um Entschudligung"
Zudem war man nun seitens der Wiener Linien um eine Glättung der Wogen bemüht: "Wir möchten die Fahrgäste für die entstandenen Unannehmlichkeiten um Entschuldigung bitten. Unsere Mitarbeiter haben ihr Bestes gegeben, um die Störung rasch zu beheben und die Fahrgäste zu informieren", so Steinbauer. Ein derartiger Vorfall dürfe sich aber nicht wiederholen.

Bereits vor zwei Wochen war es im U-Bahn-Betrieb zu ähnlichen Komplikationen aufgrund eines Defekts im Stellwerk gekommen. Die Fernsteuerung fiel aus, man musste manuell bedienen. Man habe vor zwei Wochen ein Computerproblem identifiziert, das "recht rasch behoben" wurde. Allerdings war die Lösung offensichtlich nicht von Dauer.

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