Do, 23. November 2017

Schülerdaten-Skandal

04.03.2014 16:58

Brandsteidl: „Zentralmatura so nicht machbar“

Die Matura ist unverzichtbar – und die Schüler müssen auch auf die harte Realität des Berufslebens vorbereitet werden: Im Gespräch mit der "Krone" stellt Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl klar, dass die Pädagogen in den Schulen auch Leistung einfordern sollen. "Die Notenskala ist voll auszuschöpfen", sagt Brandsteidl. Angesichts des jüngsten Skandals mit Schülerdaten hält die Stadtschulratspräsidentin die Zentralmatura unter Schirmherrschaft der Bundesinsituts für Bildungsforschung (Bifie) für nicht machbar.

"Das ist doch seltsam, dass in ganz Wien nur 58 Schüler ein 'Nicht genügend' im Lesen haben, während der Lesetest ganz andere Fakten liefert", analysiert Brandsteidl die Ist-Situation an Wiens Schulen. Ebenso sei zu hinterfragen: "Warum können 500 Risikoschüler in eine AHS eintreten? Das ist eigentlich unerklärbar."

Die plötzlich ganz neue Linie der SPÖ beim Thema Matura hat sie überrascht: "Warum soll sich die SPÖ eigentlich immer ein leistungsfeindliches Image geben? Nein: Wir müssen die Schüler auf die Härte des Berufs vorbereiten. Die Matura mit einer Prüfungssituation vor einer Kommission gehört da dazu."

Harte Kritik an den Tests des Bifie
Davon, weiterhin das Bildungsinstitut Bifie mit den Tests der Schüler zu beauftragen, rät Brandsteidl ab: "Wir hatten auch 2013 in Wien völlig falsche Ergebnisse bei einem Test für außerordentliche Schüler." Der jetzt aufgeflogene Daten-Skandal (wir berichteten) hätte seine Ursachen "vielleicht in einer Mischung aus Rache am Arbeitgeber und aus Inkompetenz".

So hat auch die "Krone" bereits von Insidern erfahren, dass das Betriebsklima im Bifie alles andere als gut sei. Dazu Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl: "Die Durchführung der bundesweiten Zentralmatura ist mit diesem Bildungsinstitut jedenfalls nicht machbar."

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