So, 21. Jänner 2018

Skurriler Brauch

04.03.2014 10:04

Kleinstadt schmeißt im Karneval mit Orangen

Eine etwas gewöhnungsbedürftige Version von Karneval praktizieren die Bewohner im italienischen Ivrea. Einem uralten Brauch zufolge bewerfen sich mehrere Teams des Städtchens im Piemont unter Anfeuerungsrufen von Tausenden Schaulustigen mit Tonnen von Orangen.

Bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts ballert man sich in Ivrea Orangen um die Ohren. Der skurrile Karnevalsbrauch geht angeblich auf das Mittelalter zurück, als die Bewohner der Stadt nahe Turin einen ungeliebten Feudalherren mit Wurfgeschossen – damals waren es aber noch Bohnen – verjagt haben sollen.

Unfassbare 265.000 Kilo Orangen hat Ivrea heuer aus Sizilien importiert, damit die teilnehmenden Mannschaften - das beste Team wird zum Abschluss am Faschingsdienstag prämiert - genügend vitaminhaltige "Munition" für die "Battaglia delle rance" (Orangenschlacht) zur Verfügung haben.

Das bizarre Spektakel, das Zehntausende Besucher anlockt, fordert laut italienischen Medienberichten alljährlich Dutzende Verletzte. Die meisten der Angeschlagenen melden sich mit einer blutigen Nase, Prellungen im Gesicht oder Augenverletzungen beim Roten Kreuz.

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