Di, 12. Dezember 2017

"Zu hohe Strafe"

04.03.2014 09:38

Häftling klettert auf Dach und fordert Richter an

Beim Spaziergang auf dem Dach der Leobner Justizanstalt ist am Montag ein 43-jähriger Insasse plötzlich über eine Mauer auf ein Vordach geklettert und drohte, sich aus Protest über die "zu hohe Strafe" in die Tiefe zu stürzen. Seine Forderungen: ein Richter und ein Kamerateam. Nach knapp drei Stunden gab er auf. Nun "sitzt" er wieder.

Der Insasse war erst vor Kurzem und noch nicht rechtskräftig wegen diverser Eigentumsdelikte zu drei Jahren Haft verurteilt worden war. Die Justizanstalt Leoben verfüge über den höchsten Spazierhof. "Flüchten", so Christian Timm von der Vollzugsdirektion, "ist da aussichtslos." Dennoch war es "eine akrobatische Leistung", als der 1,90 Meter große Rumäne über die Mauer kletterte.

Der Untersuchungshäftling stieg um 9.20 Uhr über die Mauer und drohte, sich 20 Meter in die Tiefe zu stürzen. Er forderte, dass ein Dolmetscher, der Richter und ein Kamerateam anrücken sollten. Stattdessen rückte die Verhandlungsgruppe Süd an, die sich zufällig im Gebäude befand. Gegen Mittag gab der Rumäne auf und fügte sich in sein Schicksal. Dem Mann werden auch zahlreiche Straftaten in Deutschland zur Last gelegt.

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