Sa, 16. Dezember 2017

Österreicher sparsam

03.03.2014 09:00

Trend weg vom Premium-Handy hin zur Mittelklasse

Der von Verbrauchern in Österreich für ein Smartphone gezahlte Durchschnittspreis ist von 580 Euro im ersten Quartal 2010 auf 350 Euro im ersten Quartal 2014 gesunken. Diesen Preisverfall von 40 Prozent innerhalb von vier Jahren belegt ein aktueller Trendspiegel des Preisvergleichsportals geizhals.at.

Die Plattform analysierte in mehreren Preisklassen die jeweils drei beliebtesten Smartphone-Modelle, die von österreichischen Geizhals-Nutzern gesucht und angeklickt wurden. Das Ergebnis: Heute vergleichen Konsumenten mehr die Mittelklasse zwischen 200 und 400 Euro als den hochpreisigen Bereich zwischen 300 und 500 Euro. Teure Premium-Modelle für über 600 Euro werden immer unattraktiver.

Bessere Technik inzwischen auch in günstigeren Geräten
Die Betrachtung der am meisten geklickten Smartphones in drei verschiedenen Preisbereichen erlaubt gleichzeitig Rückschlüsse über die Entwicklung und Verbreitung der enthaltenen Technologien. Vierkern-Prozessoren und Displays mit höherer Auflösung als 300 dpi seien nun schon in der Preisklasse bis 200 Euro zu finden. Für 400 Euro gebe es bereits eine Reihe von Geräten, die Premium-Features wie ein Full-HD-Display oder zwei Gigabyte RAM aufweisen. Diese Merkmale seien zuvor der 600-Euro-Klasse vorbehalten gewesen.

Apple verliert an Nachfrage
Der große Verlierer bei der Auswertung ist Apple. Seit 2013 fänden sich keine Apple-Smartphones mehr im Ranking, während Nokias Lumia-Modelle mit einem Anteil von zehn Prozent diese Nische teilweise eingenommen hätten, so geizhals.at.

"Die technischen Vorteile werden immer geringer"
Das Fazit der Preisvergleicher: "Der Faktor Preis-Leistung hat für Verbraucher bei der Smartphone-Anschaffung einen wachsenden Stellenwert. Die technischen Vorteile eines Premium-Smartphones werden immer geringer. Als Abgrenzung zur Mittelklasse sollen daher umfangreichere Sensoren wie Thermometer oder Hygrometer und Sondermerkmale wie USB 3.0 dienen", so eine Geizhals-Sprecherin. "Diese Entwicklungen liefern jedoch nicht mehr genug Anreize für Verbraucher, für solch ein Smartphone tiefer in die Tasche zu greifen."

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