Sa, 21. Oktober 2017

Ersatzdroge genommen

28.02.2014 14:33

Graz: Häftling in Zelle an Überdosis gestorben

In seiner Zelle in der Justizanstalt Graz-Karlau ist am Mittwochvormittag ein 35-jähriger Häftling tot aufgefunden worden. Der durchgeführte Drogenschnelltest war positiv. Der Entführer und Vergewaltiger - er war 2011 zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden - starb an einer Überdosis der Ersatzdroge Methadon.

Das Erstgericht hatte den Mann zur Höchststrafe von 15 Jahren und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt. Das OLG hatte die Strafe auf zwölf Jahre herabgesetzt. Was der damals 32-Jährige seiner schwangeren "Ex" angetan hatte, ist an Grausamkeit kaum zu überbieten.

Vor einem Café hatte der Steirer rasend vor Eifersucht Ende Juni 2010 der jungen Frau aufgelauert. Die damals 20-Jährige hatte sich wenige Tage davor von ihm getrennt. Das wollte er aber nicht auf sich sitzen lassen.

Schwangere "Ex" stundenlang gequält
An den Haaren war die Frau von ihm in sein Auto gezerrt worden, kilometerweit war er mit ihr durch die Gegend gefahren, hatte sie geschlagen und gedroht, sie und das Baby zu töten. In einem Wald vergewaltigte er sie schließlich. Fünf Stunden dauerte das Martyrium.

Am Mittwoch gegen 10 Uhr wurde der 35-Jährige in seiner Zelle tot aufgefunden. Wie die Obduktion ergab, starb der Mann offenbar an einer Überdosis der Ersatzdroge Methadon. In einem Ersatzprogramm habe sich der Häftling nicht befunden, weshalb auch weiter ermittelt werde, wie er an die Substanz herangekommen ist, sagte Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz.

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