Do, 23. November 2017

Wachsende Zielgruppe

28.02.2014 09:30

Neuer Handy-Trend: Senioren-Smartphones kommen

Zahlreiche Smartphone-Hersteller haben am Mobile World Congress Senioren als Zielgruppe für ihre Geräte entdeckt. Die Geräteauswahl in diesem Segment war vielfältig, sogar Senioren-Tablets wurden gezeigt. Spezialisierte Unternehmen wie Doro und Emporia buhlen dabei ebenso um die Gunst der älteren Generation wie Technikriesen wie Acer und Fujitsu. krone.at hat sich die Senioren-Geräte genauer angesehen.

Nicht nur in Österreich, sondern in vielen Industriegesellschaften werden Senioren angesichts der alternden Gesellschaft zu einer immer wichtigeren Zielgruppe für die Hightech-Branche. Kein Wunder also, dass sich einige Unternehmen mittlerweile auf die ältere Generation spezialisiert haben. Dazu zählen etwa Doro aus Schweden und der heimische Anbieter Emporia.

Das Rezept für spezielle Senioren-Smartphones wie das bereits erhältliche Doro Liberto 810 oder das im Herbst erscheinende Emporia Smart: Keine Hardware-Superlative, sondern clever an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasste Bedienkonzepte. Dazu zählen physische Tasten statt der von vielen Oberklassegeräten bekannten Touch-Bedienelemente und stark vereinfachte modifizierte Android-Installationen.

Spezielle Oberflächen und Notfallknöpfe
Häufig setzen die Hersteller bei diesen Oberflächen auf einen Kachel-Look statt kleiner Symbole. Auf dem Bildschirm angezeigt wird nur, was wirklich wichtig ist: Adressbuch, SMS-Anwendung, Telefon und oft auch Schnellwahl-Schaltflächen für die wichtigsten Kontakte. Zwar läuft auf allen am Mobile World Congress gezeigten Senioren-Smartphones Android, die Hersteller versuchen jedoch, Googles Mobilbetriebssystem an ihre Zielgruppe anzupassen.

So hat Fujitsu sein Senioren-Smartphone Stylistic S01 etwa mit einer Bedienoberfläche ausgestattet, die Apps nur dann öffnet, wenn die zugehörige Kachel etwa eine Sekunde mit dem Finger berührt wird. Der Grund: Zu oft käme es zu Fehleingaben, wenn ein kurzes Antippen bereits eine Aktion nach sich ziehen würde. Ein weiteres Feature, das neben dem Fujitsu-Smartphone auch jene von Emporia und Doro mitbringen: ein Knopf, mit dem bei Notfällen Angehörige verständigt werden können.

Optionaler Seniorenmodus auf Acer-Handys
Während Doro, Emporia und Fujitsu durch Notfallknöpfe, griffige Materialien und speziell angepasste Benutzeroberflächen Senioren anzusprechen versuchen, geht der taiwanesische PC-Hersteller Acer bei seinen neuen Android-Smartphones der Liquid-Serie einen anderen Weg.

Bei der Hardware setzt Acer auf Bewährtes, doch auf den neuen Smartphones Liquid E3 und Z4 läuft eine hauseigene Android-Benutzeroberfläche, bei der auf Wunsch in einen Senioren-Modus gewechselt werden kann. Dieser erinnert optisch stark an die Oberflächen spezialisierter Seniorenhandys, auch hier dominieren große, bunte Kacheln den Look. Schnellwahltasten für die wichtigsten Kontakte machen es betagten Nutzern leicht, Angehörige und Freunde zu kontaktieren. Wer mag, kann den Seniorenmodus bei Acer auf Knopfdruck wieder verlassen, zusätzlich zum Seniorenmodus gibt's etwa auch einen Kindermodus.

Ob nun als optionaler Betriebsmodus wie bei Acer oder als speziell entwickeltes Gesamtpaket aus Soft- und Hardware wie bei Doro, Emporia und Fujitsu: Seniorentaugliche Smartphones dürften in den kommenden Jahren einen Boom erleben. Nach Berechnungen der Statistik Austria wird der Anteil der Über-65-Jährigen an der österreichischen Gesamtbevölkerung in den nächsten 35 Jahren von aktuell rund 18 auf fast 30 Prozent ansteigen.

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