Sa, 18. November 2017

Acht Jahre Ehehölle

27.02.2014 08:17

Mann schlug 29-Jährige seit Hochzeit - angezeigt

Mit Hämatomen am Kopf und einer blutenden Nase hat sich Dienstagnacht in Graz eine 29-jährige Ägypterin vom Roten Kreuz ins Krankenhaus bringen lassen - und schilderte dort einer Ärztin erstmals ihr Horrorleben. Nach Angaben der zweifachen Mutter wurde sie über Jahre vom Ehemann regelmäßig verprügelt. Der Verdächtige bestreitet das.

Die zweifache Mutter - die Kinder sind sechs und zwei Jahre alt - kam 2006 nach Österreich, heiratete im selben Jahr und lebt seitdem offenbar in einem Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt.

Ihren Angaben zufolge hat sie der Ehemann am Tag der Hochzeit zum ersten Mal verprügelt und dann in einem Abstand von zwei Monaten immer wieder. Aufgrund der massiven Verletzungen hätte sie bereits dreimal genäht werden müssen, letztlich über die Ursache der Verletzungen immer geschwiegen und sich ihrem Schicksal gefügt.

Ehemann bestreitet Vorwürfe
"Dienstagnacht war es der Frau dann offenbar zu viel", berichtet ein ermittelnder Beamter. "Deshalb vertraute sie sich im Krankenhaus einer Ärztin an, die ihr riet, umgehend die Polizei zu verständigen. Nach der ambulanten Behandlung ließ sie sich vom Rot-Kreuz-Wagen zur Dienststelle bringen."

Die 29-Jährige zeigte an, dass ihr der Ehemann mit der Faust mehrere Male auf den Hinterkopf und ins Gesicht geschlagen hätte. Erst als sie aus der Nase blutete, ließ der Angreifer von ihr ab.
Der 49-Jährige - er wurde daraufhin angezeigt und aus der Wohnung gewiesen - streitet alle Vorwürfe ab. Seine Frau wäre hysterisch, rachsüchtig, verhext - und würde sich alles, was sie da behauptet, doch nur einbilden. Geschlagen hätte er sie niemals...

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