Sa, 18. November 2017

Gefährlicher Einsatz

24.02.2014 14:17

Beamte retten betagten Mann aus brennendem Haus

Um einen 85-jährigen Pensionisten vor dem Erstickungstod zu retten, haben sich zwei Polizeibeamte am Montagvormittag in der Steiermark in Lebensgefahr gebracht. Aufgrund eines Küchenbrandes war der betagte und gebrechliche Mann im zweiten Stock seines Hauses eingeschlossen. Nach zwei missglückten Rettungsversuchen gelang es den mutigen Polizisten beim dritten Anlauf, den Pensionisten aus dem brennenden Gebäude zu retten. Verletzt wurde wie durch ein Wunder niemand.

Das Feuer war gegen 9.45 Uhr in Kindberg im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag ausgebrochen. Die Ehefrau (84) des Mannes hatte in der Küche im ersten Stock des Einfamilienhauses eine Pfanne mit Öl auf den E-Herd gestellt und wollte offenbar mit den Vorbereitungen für das Mittagessen beginnen. Danach ging die Frau ins Erdgeschoß, vergaß jedoch die Pfanne, die noch immer auf der Kochplatte stand. Wenig später entzündete sich das überhitzte Öl, die Flammen griffen auf das Küchenmobiliar über, der Raum stand in Vollbrand.

Pensionist im zweiten Stock gefangen
Der 85-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt in der zweiten Etage im Wohnzimmer und bemerkte zunächst nichts von dem Feuer. Als sich jedoch dichte, schwarze Rauchwolken im Haus ausbreiteten und auch den Wohnbereich erreichten, realisierte der Pensionist die bedrohliche Situation und wollte aus dem Gebäude flüchten.

Aufgrund seiner Gebrechlichkeit und des immer stärker werdenden Rauchs musste der 85-Jährige jedoch von dem Vorhaben ablassen und war in der zweiten Etage gefangen. In der Zwischenzeit hatten bereits seine Frau und die ebenfalls anwesende Schwiegertochter des Paares das Feuer in der Küche bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert.

Zwei Rettungsversuche scheiterten
Minuten später trafen die beiden Polizisten Günther Zebrakovsky (li. im Bild) und Heinz Bürger (re.) als erste vor Ort ein. Als die 84-Jährige den beiden Beamten erklärte, dass sich ihr Ehemann immer noch im Gebäude befinde, versuchten sie sich ihren Weg durch das völlig verrauchte Treppenhaus in den zweiten Stock zu bahnen. Der Qualm war jedoch so beißend, dass die Männer nach einigen Metern umkehren mussten.

Sie gaben jedoch nicht auf und versuchten wenig später erneut ihr Glück. Mit befeuchteten Taschentüchern vor Mund und Nase machten sie sich ein weiteres Mal unter Einsatz ihres Lebens auf den Weg in den zweiten Stock, mussten jedoch wieder umdrehen. Beim dritten Versuch gelang es den Beamten endlich, zu dem 85-Jährigen vorzudringen und den Pensionisten ins Freie zu bringen. Alle drei Männer blieben unverletzt.

Unmittelbar danach traf bereits die Feuerwehr vor Ort ein und konnte den Brand in der Küche rasch löschen. Das Haus wurde durch die Flammen schwer in Mitleidenschaft gezogen, laut Polizei dürfte sich der Schaden auf rund 30.000 Euro belaufen.

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