Di, 21. November 2017

24. Februar 2014

23.02.2014 17:43

Olympia-Resümee - der alte Fuchs Mario

Mein knappes Resümee der Alpinbewerbe bei diesen 22. Winterspielen: großartige Werbung für den Skisport! Zumindest aus der Fernseh-Perspektive. Außergewöhnliche Kamerapositionen lieferten einzigartige Aufnahmen. Bei Sprüngen hinterherzufilmen halte ich zum Beispiel für eine hervorragende Idee: Das vermittelte ganz neue, authentische Eindrücke. Man bekam die Geschwindigkeit viel besser mit und auch die Weite. Das sollte Schule machen.

Die güldenen Lichtblicke lieferten wieder einmal die großen "M"s: Mayer, Matt, Maze. Und natürlich auch Shiffrin, Fenninger, Ligety und Jansrud. Doch der Reihe nach: Begonnen hatte es ja mit Abfahrtsgold für Österreich. Und von diesen sieben Hundertstelsekunden, die den Unterschied zwischen Sieg und Silber ausmachten, zehrte unser Herrenteam eigentlich bis zum abschließenden Slalom. Matthias Mayers Glanztat brachte von Beginn an die erhoffte Ruhe in die Mannschaft. Gottlob.

Der Hüttenwirt vom Arlberg
Und - zack! - hatten wir schon wieder einen neuen Goldschmied. Auch wenn es dreizehn Tage und drei lange Rennen dauerte bis zum Happy End, für das ein Hüttenwirt vom Arlberg sorgte. Ich muss sagen: Der Triumph von Mario Matt war der emotionale Höhepunkt. Während sich die Szene auf das Duell Hirscher gegen Neureuther konzentrierte, schnappte sich der alte Fuchs die fette Beute.

Bei den Damen schüttelte Tina Maze die Verzweiflung ab, die sie während des bisherigen Winters verfolgt hatte, und kratzte exakt zum richtigen Zeitpunkt die Kurve. Die Slowenin ist mit ihren zwei Goldmedaillen in Abfahrt und Riesentorlauf nicht nur die einzige Doppelolympiasiegerin, sondern unterstrich damit nachträglich auch ihre eindrucksvollen Leistungen der vorigen Saison.

Aus österreichischer Sicht drückte Anna Fenninger diesen Spielen ihren Stempel auf. Sie wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Das schaffte bei den Herren nur einer, nämlich Ted Ligety, und zwar auf herausragende Art und Weise im Riesentorlauf. Wie schwierig das gerade bei Olympischen Spielen fällt, zeigt Aksel Lund Svindal. Obwohl auf ihn sonst Verlass ist, stand er diesmal im Schatten seiner Teamkollegen Jansrud und Kristoffersen und ging leer aus.

Österreich wurde seiner Rolle als Alpinnation Nummer eins jedenfalls gerecht. Meine Erwartungen wurden übertroffen. Und jetzt, wo es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören.

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