Do, 14. Dezember 2017

Polizei lauert

21.02.2014 13:05

"Hupe gegen Hypo": Bürger machen ihrem Ärger Luft

Eine Facebook-Gruppe mit dem Titel "Hupe gegen Hypo" fordert Autofahrer dazu auf, aus Protest gegen die staatliche Problembank beim Vorbeifahren an deren Zentrale an der Klagenfurter Völkermarkter Straße kräftig Laut zu geben. Obwohl der Andrang mit gut tausend "Likes" im Netz noch recht bescheiden ist, hat die Aktion bereits Polizei und ARBÖ auf den Plan gerufen.

Der Kommandant der zuständigen Polizeiinspektion wisse von der Gruppe, es seien auch schon Schwerpunktkontrollen durchgeführt worden, sagte ein Polizeisprecher. Just als die Exekutive auf der Lauer lag, wurde aber nicht gehupt. Anzeigen von Anrainern oder der Bank selbst liegen noch keine vor.

Hupende Autofahrer bei Lokalaugenschein
Mehr Glück als die Polizei hatte offenbar ARBÖ-Kärnten-Chef Thomas Jank. Er berichtete am Freitag von einem Lokalaugenschein: "Wir haben beobachtet, dass immer wieder Autofahrer hupend an der Bank vorbeifahren." Jank warnt: Hupen sei nur erlaubt, wenn die Verkehrssicherheit es erfordere. "Eine heikle Situation, werden dadurch auch Kinder, Fußgänger und Radfahrer erschreckt und verunsichert, obwohl keine Gefahrensituation vorliegt."

Ob diese Einschätzung auch in oben genannter Facebook-Gruppe geteilt wird, sei dahingestellt. Laut ARBÖ könnten Autofahrer jedenfalls zu Strafen von bis zu 726 Euro verdonnert werden, wenn sie gegen Lärmschutzbestimmungen verstoßen. Von den Machern der Protest-Seite heißt es daher: "Fahrradglocken gehen natürlich auch, um seinen Protest zu äußern."

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