Mo, 11. Dezember 2017

Eurofighter-Causa

20.02.2014 09:40

Polit-Lobbying bei "Dr. Luessel" und "K.H. Lasser"

Bei der Prüfung des österreichischen Eurofighter-Geschäfts ist eine ominöse Zahlung in Höhe von rund acht Millionen Euro an eine mittlerweile gelöschte Gesellschaft namens City Chambers Limited entdeckt worden, wie das Nachrichtenmagazin "News" am Donnerstag berichtete. Bezahlt wurde das Geld von EADS für politisches Lobbying in Österreich. Lobbyiert wurde laut Unterlagen bei "Dr. W. Luessel", "Dr. J. Laider" und "K.H. Lasser".

Die genannten Personen habe man zwecks Lobbying auch persönlich getroffen. Mit einem "Mr. Wartenstein" seien wiederum die Eurofighter-Gegengeschäfte besprochen worden. Letzteres Gespräch fand angeblich im "presidential plain (sic!)" statt, gemeint ist damit wohl ein Bundespräsidenten-Flieger.

In den aufgefundenen Aktivitätsberichten von City Chambers Limited an EADS heißt es, die Namen der angeführten Personen seien "aufgrund unserer Spezialvereinbarung" abgeändert worden.

Rätselraten über City Chambers Limited
Die Firma City Chambers Limited, die in London residierte und lediglich über eine Hotmail-Adresse verfügte, erhielt demnach 8.009.490,58 Euro für Lobbyingmaßnahmen in Österreich. Als Direktor der Firma scheint ein Rajni Mehta auf. Die meisten sichergestellten Dokumente tragen seine Unterschrift - auch wenn diese ständig grundlegend anders aussieht, berichtet "News" weiter.

Den Prüfern ist es bisher nicht gelungen, aktive oder ehemalige EADS-Mitarbeiter zu finden, die Auskunft darüber geben können, wer der Eigentümer der mit den Lobbying-Millionen überhäuften Firma City Chambers Limited war.

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